Billiger Stromspeicher: Energiepuffer aus Schmelzsalzen

Eine US-Firma will Strom aus erneuerbaren Quellen kostengünstiger zwischenspeichern als mit regulären Batterien.

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Das Start-up Halotechnics aus Kalifornien hat ein preiswertes Verfahren entwickelt, mit dem sich Energie relativ verlustfrei zwischenspeichern lässt, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe. Energie wird dabei mit Hilfe von Schmelzsalzen vorgehalten – ein Verfahren, das zuvor schon zum Speichern von Sonnenenergie in großen Solarthermieanlagen verwendet wurde. Das soll nur halb so teuer sein wie Batterien.

Damit wäre man bei Kosten, die mit Wasserspeichersystemen konkurrieren könnten. Bei diesen wird Flüssigkeit mit erneuerbarer Energie eine Anhöhe hinaufgepumpt. Abrufbar ist dieser Strom dann, indem man das Wasser eine Turbine antreiben lässt, während es wieder ins Tal zurückströmt.

Schmelzsalze gelten allerdings als weniger effizient als Batteriespeicher – sie erhalten nur rund 70 Prozent der eingebrachten Energie, die zum Aufheizen verwendet wurde. Batterien erreichen dagegen einen Wirkungsgrad von über 90 Prozent. Das lässt sich nur durch Kostenersparnis kompensieren.

Das Halotechnics-Verfahren weist einige Besonderheiten auf. So wird eine Wärmepumpe eingesetzt, die auch bei vergleichsweise geringen Temperaturen effizient arbeitet. Außerdem werden spezielle Schmelzsalze verwendet, die zuvor aufwendig gescreent wurden. Dazu wird ein robotisches System genutzt, das verschiedene Salzarten kombiniert und die Eigenschaften der sich ergebenden Mischung automatisch überprüft. Der Ansatz stammt aus den Materialwissenschaften.

Halotechnics hatte sich bislang auf Energiespeichersysteme für Solarthermieanlagen konzentrieren. Die Firma erhielt 3,3 Millionen US-Dollar von der US-Forschungsbehörde ARPA-E für ein System, mit dem sich Wärme bei Temperaturen um 1200 Grad Celsius speichern lässt.

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(bsc)