E-Sportler brechen zu den World Cyber Games auf

Am Donnerstag beginnen in Köln die World Cyber Games. Während die E-Sportler in 14 verschiedenen Disziplinen gegeneinander antreten, wollen Politiker und Wissenschaftler über die Auswirkungen der Spiele auf Jugendliche diskutieren.

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Von
  • Torsten Kleinz

Die besten E-Sportler sind auf dem Weg zum Rhein: Von Donnerstag bis Sonntag treten 800 Teilnehmer aus 78 Nationen in Köln bei den Endausscheidungen der World Cyber Games an. Parallel diskutieren Politiker und Wissenschaftler über die Auswirkungen der Spiele auf Jugendliche.

Die World Cyber Games sind das größte E-Sport-Turnier der Welt. Nach Angaben der Veranstalter haben sich weltweit über 1,5 Millionen Teilnehmer an den Ausscheidungskämpfen beteiligt. Fanden die Finalkämpfe der Electronic Sports League im vergangen Jahr noch im Kölner Gürzenich statt, belegen die World Cyber Games nun eine ganze Messehalle.

Inzwischen laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren: Um alle Spiele ordnungsgemäß abzuwickeln, werden 600 Computer und 42 Spielekonsolen aufgebaut. Es geht insgesamt um Geld- und Sachpreise im Wert von über 360.000 Euro. 1700 Zuschauer können die spannendsten Partien auf einer 88 Quadratmeter großem Videowand verfolgen.

Die Teilnehmer treten in 14 verschiedenen Disziplinen an. Darunter sind Klassiker wie Counter-Strike, die Fußball-Simulation FIFA und das Strategiespiel Warcraft III. Daneben gibt es aber auch Wettbewerbe mit Kassenschlagern wie Guitar Hero III und Halo 3. Auf Betreiben des Haupt-Sponsors Samsung wird auch auf Handys gezockt: Acht Spieler konkurrieren um den Weltmeistertitel in der Renn-Simulation Asphalt 4.

Parallel zum Grand Final der World Cyber Games findet ebenfalls in der koelnmesse der Computerspiel Camp(us) Cologne statt, eine Informationsveranstaltung rund um das Thema Computerspiele. Von Donnerstag bis Samstag diskutieren Branchenvertreter, Wissenschaftler und Experten auf Einladung der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen über Spielkultur, Jugendschutz und die Karrierechancen von E-Sportlern.

Die Spiele-Branche ist zur Zeit heiß umkämpft. Köln ist dank des hier ansässigen Ligaveranstalters Turtle Entertainment eines der Zentren des immer wichtigeren E-Sports in Deutschland. Im August hat der Clan n!faculty in der Stadt das erste Vereinsheim eines professionell geführten Clans eröffnet. Im Wettbewerb um die Austragung der World Cyber Games konnte sich die Stadt gegen Konkurrenten wie Peking, Shanghai und Stockholm durchsetzen. In der Rhein-Metropole findet im kommenden Jahr auch die Messe Gamescom statt, die in Konkurrenz zu der Leipziger Games Convention tritt. (Torsten Kleinz) / (anw)