Marktforscher erwarten schrumpfenden NAND-Flash-Speicherchip-Markt

Die Umsätze im bisher von geradezu explosivem Wachstum geprägten Markt der NAND-Flash-Speicherchips sollen in diesem Jahr um 14 Prozent und 2009 um weitere 15 Prozent fallen.

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Das Zusammenspiel aus hoher Überkapazität bei der Fertigung und Rezessionsängsten trifft den noch sehr jungen Markt der NAND-Flash-Speicherchips, die heute in Handys, Speicherkarten für Digitalkameras, Musik- und Videospielern oder USB-Sticks fast allgegenwärtig sind, hart. Die Marktforscher von iSuppli haben ihre früheren Prognosen drastisch nach unten korrigiert und erwarten nun, dass der weltweite Umsatz im NAND-Flash-Markt in diesem Jahr um 14 Prozent auf 12 Milliarden US-Dollar schrumpft und 2009 um weitere 15 Prozent. 2007 wurden nach den iSuppli-Schätzungen NAND-Flashs im Wert von 13,9 Milliarden US-Dollar verkauft, fast neun Zehntel davon entfiel auf die drei Marktelefanten Samsung (42 Prozent), Toshiba (28 Prozent) und Hynix (17 Prozent).

Die Zahl der verkauften NAND-Flash-Speicherbits soll weiter stark wachsen, iSuppli rechnet mit 126 Prozent in diesem und 71 Prozent im nächsten Jahr; in den vergangenen fünf Jahren sei die Zahl der verkauften Speicherbits allerdings im Mittel um 192 Prozent jährlich in die Höhe geschossen. Der mittlere Verkaufspreis (Average Sales Price, ASP) pro Gigabyte NAND-Flash-Speicher soll in diesem Jahr um 62 Prozent schrumpfen und 2009 um 50 Prozent.

Einer der größten Einkäufer von NAND-Flash-Chips ist Apple; in den iPods und iPhones stecken zusammen grob geschätzt 10 Prozent der weltweiten Produktion. (ciw)