Schäfer-Gruppe schließt Dresdner Werk

Starke Einbrüche im Markt für PC-Gehäuse veranlassen das Unternehmen, 150 von den derzeit 180 Arbeitsplätzen abzubauen.

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  • dpa

Im Dresdner Computerwerk der Schäfer-Werke aus Neunkirchen (Nordrhein-Westfalen) wird zum Jahresende die Produktion eingestellt. Von den derzeit 180 Arbeitsplätzen werden 150 abgebaut, bestätigte das Unternehmen heute einen Bericht der Dresdner Neuesten Nachrichten. Grund für die Umstrukturierung seien starke Einbrüche im Markt für PC-Gehäuse. Mit dem Betriebsrat sind Verhandlungen über einen Sozialplan geplant.

Aufgrund der Wirtschaftskrise seien Blechbaugruppen generell weniger gefragt. Die Fertigung werde nun an die beiden Standorte in Betzdorf (Rheinland-Pfalz) oder in Ledec in Tschechien verlagert, wo 20 Dresdner Mitarbeiter unterkommen könnten. Zehn sollen in dem Kompetenzzentrum, das in Dresden bleibt, weiter arbeiten.

Schäfer plant laut dem Zeitungsbericht, das Dresdner Gelände zu vermieten oder zu verkaufen. Das Werk war einst aus dem DDR-Computerhersteller Robotron hervorgegangen. Zeitweise gab es unter Leitung von Schäfer bis zu 600 Mitarbeiter, im Herbst 2007 noch 280, dann nach Stornierung eines Auftrages durch Fujitsu-Siemens nur noch 180. (dpa) / (anw)