Bericht: 5000 neue Arbeitsplätze bei Siemens

Während sich der Konzern in Vertrieb und Verwaltung verschlanke, baue er vor allem in Forschung und Entwicklung auf, sagte Siemens-Personalvorstand Siegfried Russwurm dem "Handelsblatt".

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Der Siemens-Konzern hat in Deutschland in dem Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr 5000 neue Arbeitsplätze geschaffen. Weltweit waren es laut einem Bericht des Handelsblatts 17.000. Siemens-Personalvorstand Siegfried Russwurm sagte demnach, sein Konzern baue vor allem in Forschung und Entwicklung auf und verschlanke sich in der Verwaltung. Den angekündigten Abbau von Stellen vor allem in der Verwaltung wolle Siemens trotz drohender Rezession nicht ausweiten.

Siemens hatte im Sommer dieses Jahres den Abbau von 17.000 Arbeitsplätzen angekündigt. 12.600 davon sollten in Vertrieb und Verwaltung abgebaut werden, die restlichen Jobs in Produktion und Entwicklung. Dadurch sollten bis 2010 rund 1,2 Milliarden Euro an Verwaltungs- und Vertriebskosten eingespart werden. Das Kostensenkungsprogramm sei gut angelaufen, sagte nun Russwurm, der Konzern werde sein Sparziel erreichen. Viele Beschäftigte hätten sich bereits für Lösungen entschieden, die das Unternehmen anbiete und seien beispielsweise auf einen neuen Posten bei Siemens gewechselt. Anderen Beschäftigten macht Siemens Abfindungsangebote.

Es sei gut, dass sich Siemens rechtzeitig vor dem Konjunktureinbruch wetterfest gemacht habe, sagte Russwurm laut dem Bericht. Die Zahl der Siemens-Beschäftigten stieg demnach in Deutschland im vergangenen Geschäftsjahr um 6000 auf rund 132.000, weltweit um 29.000 auf 427.000 Mitarbeiter. (anw)