US-Konsumelektronik rechnet mit leichtem Umsatzanstieg

Der Wirtschaftskrise zum Trotz werden die US-Verbraucher zum Jahresende mehr für Geschenke aus dem Elektronikladen ausgeben als im Vorjahr, prognostiziert der Branchenverband Consumer Electronics Association.

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Von
  • Erich Bonnert

Den Umfragen vom September und Oktober zufolge ist das Verbrauchervertrauen in die US-Wirtschaft auf einem 15-Jahres-Tief. Die Käufer halten sich zunehmend zurück und schwächen damit die Konjunktur in den meisten Branchen. Der Konsumelektroniksektor jedoch scheint sich unter diesen Vorzeichen gut zu behaupten. Zwar werden die durchschnittlichen Ausgaben für Geschenke von über 1600 Dollar auf rund 1400 Dollar pro Haushalt sinken. Hightech-Artikel hatten in den vergangenen Jahren aber besonders stark von Weihnachtseinkäufen profitiert – und der Trend zum Gadget unter dem Tannenbaum wird sich laut einer Verbandsprognose fortsetzen.

Die Consumer Electronics Association (CEA) rechnet mit einem soliden Weihnachtsgeschäft und einem Anstieg von 3,5 Prozent im Schlussquartal im Vergleich zum Vorjahr. Der Computer-Verkauf soll um 1 Prozent leicht zurückgehen. Dafür legen voraussichtlich aber inbesondere GPS-Geräte und Autoelektronik um bis zu 30 Prozent und Spiele-Hardware um 11 Prozent zu. Digitale Kameras, die in den Vorjahren zu den beliebtesten Weihnachtsgeschenken zählten, bleiben demnach auf hohem Niveau. Bei Fernsehgeräten soll die Abschaltung des analogen Rundfunks am 17. Februar 2009 für einen Zusatzschub sorgen: Die Zuschauer brauchen für den digitalen TV-Empfang ein neues Gerät oder eine Wandlerbox für ihren alten Fernseher. Den Kauf dieser Konverter bezuschusst die US-Regierung durch einen Einkaufscoupon in Höhe von 40 Dollar.

CEA-Präsident Gary Shapiro äußerte sich zuversichtlich, mit der kommenden US-Regierung die Expansion seiner Branche fortsetzen zu können. Insbesondere die grüne Welle der CEA scheine dem designierten US-Präsidenten Obama zu gefallen, sagte Shapiro. Er will bei Obama darauf drängen, eine Recycling-Verordnung für Elektronikschrott landesweit verbindlich festzuschreiben. Bisher gibt es erst in einzelnen Staaten unterschiedliche Richtlinien. Für Februar 2009 plant die CEA unter dem Titel "Green Gadgets" außerdem eine Spezialmesse für umweltfreundliche Geräte in New York. (Erich Bonnert) / (anw)