Axel Springer mit 8,1 Prozent Umsatzplus in den ersten neun Monaten
Zum Umsatzanstieg des Medienhauses, in dem "Bild" und "Die Welt" erscheinen, trugen vor allem das internationale Geschäft und die digitalen Medien bei.
Das Medienhaus Axel Springer, das unter anderem Bild und Die Welt herausbringt, hat trotz eines schwierigen Marktumfeldes in den ersten neun Monaten des Jahres den Umsatz gesteigert. Dazu trugen vor allem das internationale Geschäft und die digitalen Medien bei, wie der Konzern heute in Berlin mitteilte (PDF-Datei). Von Januar bis September erhöhte Axel Springer seinen Umsatz um 8,1 Prozent auf 1,994 Milliarden Euro. Im Vorjahreszeitraum waren es 1,845 Milliarden Euro.
Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) legte um 4,1 Prozent auf 306,6 Millionen Euro zu. Der Gewinn erhöhte sich von 179,6 Millionen auf 560,5 Millionen Euro, maßgeblich getrieben durch den Erlös aus dem Verkauf der ProSiebenSat.1-Beteiligung. Bereinigt lag der Gewinn bei 133,2 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr 2008 bestätigte Axel Springer seine Prognose, Umsatz und bereinigtes EBITDA gegenüber 2007 steigern zu wollen. 2007 hatte das Medienhaus einen Umsatz von 2,58 Milliarden Euro.
Der Umsatz mit digitalen Medien verbesserte sich im Zeitraum Januar bis September von 112,0 Millionen Euro im Vorjahr auf 257,5 Millionen. Als Hauptumsatzträger gibt Axel Springer die 2007 erworbenen Beteiligungen an dem Online-Marketingunternehmen Zanox.de und an Aufeminin.com an. Im dritten Quartal allein betrug der Umsatz in diesem Bereich allein 86 Millionen Euro, knapp 27 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.
Der Umsatz im Bereich Zeitungen ging in den neun Monaten bis Ende September im Vorjahresvergleich von 946,9 Millionen auf 939 Millionen Euro zurück. Die in diesem Zeitraum verkaufte durchschnittliche Auflage beispielsweise der Bild ging um 4,1 Prozent auf 3,354 Millionen zurück, der Bild am Sonntag um 4,8 Prozent auf 1,752 Millionen. Im Gegensatz zu anderen Titeln wie Welt am Sonntag und Hamburger Abendblatt legte Die Welt mitsamt Welt kompakt zu, nämlich um 1,5 Prozent auf 277.000. Der Umsatz mit Zeitschriften ging in den neun Monaten um 3,3 Prozent auf 419,5 Millionen Euro zurück. Im Gegensatz dazu steigerte Axel Springer den Umsatz im Bereich Print International um 3,5 Prozent auf 304,3 Millionen Euro. (anw)