IT-Freiberufler befürchten sinkende Stundensätze
Einer Umfrage der Personalagentur GULP zufolge schätzen sowohl Selbstständige als auch Projektanbieter die Entwicklung schwärzer ein als im Krisenjahr 2001.
Jeder dritte IT-Freiberufler rechnet in absehbarer Zeit mit einem Sinken seines Honorars. Einer Umfrage der Personalagentur GULP unter 300 IT-Freiberuflern und 36 Projektanbietern zufolge erwarten mehr als die Hälfte der Projektanbieter, dass die Stundensätze externer IT-Experten zurückgehen werden. Beide Gruppen schätzen die Entwicklung schwärzer ein als im Krisenjahr 2001.
Die relative Mehrheit der Selbstständigen hofft auf Stagnation: 42 Prozent sind der Meinung, dass sich ihre Stundensätze in absehbarer Zeit nicht verändern werden. Nur noch 20 Prozent erwarten steigende Stundensätze, das sind 68 Prozent weniger als noch vor einem Jahr. 2001, als die Dot.com-Blase geplatzt war, äußerten 29 Prozent der Selbstständigen diese Meinung. Ein ebenso pessimistisches Bild zeichnen die Projektanbieter: Haben vor einem Jahr noch 58 Prozent von ihnen ein Steigen der Freiberuflerhonorare erwartet, rechnet in der aktuellen Umfrage mehr als die Hälfte mit deren Sinken. Das sind etwa 3,5 Mal so viele wie im vorigen Jahr und genauso viele wie im Krisenjahr 2001.
Trotz der pessimistischen Prognosen behaupten die IT-Freiberufler ihr Selbstbild: Die Mehrheit hält ihre Honorarvorstellungen weiterhin nicht für zu hoch, sondern für "meist richtig" (Freiberufler 54 Prozent, Projektanbieter 33 Prozent). Die Projektanbieter dagegen sind überwiegend wie schon im Jahr zuvor der Meinung, die Stundensatzforderungen externer IT-Experten seien eher zu hoch. (fm)