Weiterer Schritt auf dem Weg zur gĂĽnstigen Auslands-SMS
Eine "breite Mehrheit" der zuständigen EU-Minister sei grundsätzlich für die Festlegung einer Kosten-Obergrenze bei Auslands-SMS, sagte Medienkommissarin Viviane Reding heute in Brüssel. Der Branchenverband Bitkom kritisierte die Pläne unterdessen scharf.
Handy-Nutzer in Europa können sich auf niedrigere Tarife für im EU-Ausland versandte SMS einstellen. Eine "breite Mehrheit" der für Telekommunikation zuständigen EU-Minister sei grundsätzlich für ihren Vorschlag, sagte Medienkommissarin Viviane Reding am heutigen Donnerstag in Brüssel. Reding will für im europäischen Ausland versandte SMS eine Kosten-Obergrenze von 11 Cent (13 Cent inklusive Mehrwertsteuer) festlegen. Die Deckelung soll noch vor der nächsten Reisesaison im kommenden Sommer Gesetz werden. Die Minister müssen sich jetzt noch auf ein konkretes Gesetz einigen. Auch das Europaparlament muss zustimmen.
Der Branchenverband Bitkom kritisierte die geplante Kosten-Deckelung unterdessen scharf. "Das ist weit weniger als der typische Preis im Inland von 19 Cent", sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. "Offenkundig will die EU systematisch testen, wie weit sie die Wirtschaft mit Preisdiktaten belasten kann." Die Nutzung eines Fremdnetzes im Ausland könne "logischerweise" nicht preiswerter sein als der gleiche Service im Inland. Auch eine weitere Absenkung von Preisobergrenzen für Handy-Gespräche im Ausland sei der falsche Weg, weil den Unternehmen dann Gelder für Investitionen in Netzausbau und -qualität fehlten. (pmz)