IT-Dienstleister Bechtle halbiert Gewinn [Update]

Der Ăśberschuss im ersten Quartal fiel binnen eines Jahres von 8,7 Millionen auf 4,3 Millionen Euro. Der Umsatz lieĂź um 5 Prozent nach.

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Der IT-Dienstleister Bechtle hat zu Jahresbeginn unter den Problemen seiner Kunden in der Autoindustrie gelitten. Der Ăśberschuss im ersten Quartal fiel binnen eines Jahres von 8,7 Millionen auf 4,3 Millionen Euro, wie das Unternehmen heute mitteilt. Der Umsatz war um 5 Prozent auf knapp 319 Millionen Euro zurĂĽckgegangen, das Ergebnis vor Steuern hatte sich auf 6,1 Millionen Euro halbiert. Eckpunkte hatte Bechtle bereits im April vorgelegt.

Die Umsätze im Segment IT-Systemhaus & Managed Services lagen mit 207,3 Millionen Euro ungefähr auf dem Niveau des Vorjahres von 207,7 Millionen Euro. Bechtle bekam bei den Industriekunden eine "wachsende Zurückhaltung" zu spüren, allerdings habe sich die gestiegene Nachfrage öffentlicher Auftraggeber in diesem Segment stabilisierend ausgewirkt. Das Handelsgeschäft habe mehr unter der wirtschaftlichen Situation gelitten als der Dienstleistungsbereich. Im E-Commerce sanken die Erlöse um 13,6 Prozent auf 111,6 Millionen Euro. Hierbei sei aber der Verkauf der TomTech zu berücksichtigen,

Die Geschäftssituation werde auch in den kommenden Monaten schwierig bleiben, teilte der Vorstand mit. Deswegen würden die eingeleiteten Sparmaßnahmen fortgeführt. Eine Prognose gab das Unternehmen weiterhin nicht ab.

Update: "Im April haben wir uns von rund 100 Mitarbeitern getrennt", sagte Unternehmenschef Thomas Olemotz heute der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Dies sei vor allem über natürliche Fluktuation geschehen. Es habe aber auch schon betriebsbedingte Kündigungen gegeben. Wie viele Arbeitsplätze bis zum Jahresende wegfallen, hänge von der Auftragslage ab, sagte Olemotz. Er rechnet für das Gesamtjahr mit Rückgängen bei Umsatz und Gewinn. Zahlen wollte er aber nicht nennen.

Trotz der heraufziehenden Krise hatte Bechtle seine Belegschaft bis März noch leicht auf 4444 Mitarbeiter aufgestockt. Gründe waren vor allem der Sprung auf neue Auslandsmärkte und der Stärkung des Vertriebs. (anw)