Hinterachse mit Tuning

Eine NeugrĂĽndung aus Italien arbeitet an einem Elektrofahrrad mit einem neuartigen Vortriebskonzept.

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Von
  • Matteo Ovi
  • Robert Thielicke

Eine NeugrĂĽndung aus Italien arbeitet an einem Elektrofahrrad mit einem neuartigen Vortriebskonzept.

Geht E-Bike fahren, ohne zu laden? Ein solches Fahrrad mit Hybridantrieb will das italienische Start-up Zehus im Juli auf den Markt bringen. Ein Elektromotor unterstützt den Fahrer, die Rücktrittbremse gewinnt die Energie zurück. Alternativ lädt die Batterie, wenn der Radler bei höherer Geschwindigkeit – etwa bergab – in die Pedale tritt.

Das Besondere: Der Antrieb weiß, wie viel er helfen muss. "Sie können vorab festlegen, ob sie trainieren oder gemütlich unterwegs sein wollen", wirbt Ivo Boniolo, der das System mit Forschern am Polytechnikum in Mailand entwickelt hat. Die Einstellung erfolgt per Smartphone, das über Bluetooth mit dem Motor verbunden ist. Sensoren in der Hinterachse registrieren Geschwindigkeit, Beschleunigung sowie Steigung – und ermitteln, welche Leistung der Motor zuschalten muss.

Die Technik samt Akku sitzt an der Hinterachse. Sie wiegt mit drei Kilogramm weit weniger als bisherige E-Bike-Antriebe. Zudem lassen sich herkömmliche Räder mit ihr nachrüsten. Die Spitzengeschwindigkeit des Motors liegt allerdings nur bei 25 Kilometer pro Stunde.

Da die Batterien klein sind und eine geringe Kapazität haben, beträgt die Reichweite mit reinem Elektroantrieb im Flachland nur 35 Kilometer. "Am Berg schrumpft sie auf etwa 20 Kilometer, je nach Steigung und Gewicht des Fahrers", so Boniolo. Wer ein Pedelec nicht als E-Mofa nutzt, für den könnte es eine gute Alternative zu den immer noch klobigen E-Bikes sein. (rot)