Chinesisch-russische Mars-Mission soll im zweiten Halbjahr starten

Während die chinesische Sonde "Yinghuo-1" zwei Jahre den Mars umkreisen soll, will Russland ein Explorations-Modul auf dem Mars-Mond Phobos absetzen, das dort Bodenproben entnimmt und später wieder zur Erde zurückkehrt.

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Von
  • Peter-Michael Ziegler

(Bild: Space files)

Auf der Luft- und Raumfahrtausstellung in Shanghai ist derzeit ein Modell der Marssonde "Yinghuo-1" (Glühwürmchen-Licht) zu sehen, die China noch in diesem Jahr zum Roten Planeten schicken will. Die Sonde hat ein Gewicht von 115 Kilogramm und soll den Angaben zufolge Erkenntnisse liefern, warum sich das Klima auf dem Mars so grundlegend geändert hat. Ins All wird die Sonde gemeinsam mit einem russischen Forschungsprojekt transportiert. Der Start sei für die zweite Hälfte des Jahres vorgesehen, erklärte ein chinesischer Raumfahrtfunktionär auf der Shanghai International Aerospace Technology and Equipment Exhibition.

Während "Yinghuo-1" zwei Jahre den Mars umkreisen soll, will Russland ein Explorations-Modul auf dem Mars-Mond Phobos absetzen, das dort Bodenproben entnehmen und später wieder zur Erde zurückkehren soll. Die Zusammenarbeit von China und Russland bei dieser Mars-Mission war vor gut zwei Jahren auf höchster politischer Ebene vereinbart worden. Der 1877 von dem Astronomen Asaph Hall entdeckte Mars-Mond Phobos stand bereits zu UdSSR-Zeiten im Mittelpunkt des Interesses. Zu den 1988 gestarteten Raumsonden "Fobos 1" und "Fobos 2" verlor die Bodenkontrolle später jedoch den Kontakt. (pmz)