Ausprobiert: i-FlashDrive HD

Mit dem Speicherstick von Photofast sollen sich Mac, PC und iOS-Gerät schnell zum Datenabgleich verbinden lassen. Er bringt dazu zwei Stecker mit.

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Wer schnell größere Datenmengen zwischen Rechner und iOS-Gerät austauschen will und dafür kein WLAN parat hat, kann als Alternative mittlerweile auch zu speziellen Speichermedien greifen. Das i-FlashDrive HD von Photofast ist ein janusköpfiger Stick in einem flachen, weißen Gehäuse. Er trägt am einen Ende einen USB-Anschluss für den Datenaustausch mit Mac und PC, am anderen ein Lightning-Connector für den Anschluss ans iPhone oder iPad. Die Verarbeitung geht, wie wir in unserem Kurztest feststellen konnten, insgesamt in Ordnung, allerdings sitzt die Elektronik offenbar recht locker in der weißen Schale, denn schon kleine Bewegungen sorgen für dezentes Klappern.

Für den USB-Part wird keine weitere Software benötigt, das i-FlashDrive HD wird als normales Wechselmedium unter OS X und Windows erkannt. Ab Werk ist die Hardware nicht mit dem Mac-Dateisystem HFS formatiert, sondern mit FAT32 – laut Hersteller werden keine anderen Dateisysteme unterstützt. Beim getesteten 32-GByte-Modell konnten wir mit dem QuickBench 4.0 durchschnittliche Schreibraten von gut 5 MByte/s ermitteln, lesend waren über 25 MByte/s drin.

Für Nutzer, die ihre iPhone oder iPad mit einer Hülle schützen, ist der Lightning-Anschluss des iFlashDrive HD allerdings etwas kurz geraten. Je nach Dicke der Schutzhülle lässt sich der Stick entweder gar nicht anschließen oder er rutscht unvermittelt wieder heraus.

iFlashDrive HD mit 32 GByte.

PhotoFast bietet im App Store eine passende App an, die derzeit noch in iOS-6-Optik daherkommt und daher altbacken wirkt. Die Anwendung beherrscht den Datenaustausch zwischen dem externen Speicher und dem im iPhone angelegten Platz inklusive Photo-Import. In beiden Speicherbereichen lassen sich neue Ordner oder einzelne Textdateien anlegen, Inhalte aus der Zwischenablage einfĂĽgen oder Sprachnotizen im AAC-Format aufnehmen.

Eine Verschlüsselungsfunktion chiffriert einzelne Dateien oder ganze Ordner. Das frisst aber ebenso wie Kopieren und Verschieben von Dateien viel Energie – beim Verschieben eines rund 70 MByte großen Ordners verringerte sich beispielsweise an einem iPhone 5 der Ladestand um etwa einen Prozentpunkt. Und auch wenn das i-FlashDrive HD nur angesteckt war, sog es ständig Energie aus dem Akku.

Besser also, man beschränkt sich also auf kurze Einsätze mit gezielten Zugriffen. Für eine längere Film- oder Musikwiedergabe ist der Stick zumindest am iPhone mit seiner kleineren Batterie eher nicht geeignet.

Darüber hinaus bietet die App noch einige praktische Funktionen wie den Dropbox-Zugriff, ein Backup der Kontakte als vcf-Datei oder die Möglichkeit, Dateien vom internen Speicher direkt an eine Email anzuhängen. Weniger schön ist dagegen der hohe Preis: Das iFlashDrive HD kostet in der von uns angesehenen Variante mit 32 GByte satte 170 Euro. (Benjamin Kraft) / (bsc)