Nie wieder Pakete abholen?

Ein Berliner Start-up will den Empfang von Sendungen vereinfachen: Eine Sicherheitsbox soll Pakete aufnehmen, auch wenn der Kunde nicht da ist.

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Jeder Kunde, der häufiger etwas im Internet bestellt, kennt das Problem: Der Paketbote kommt offenbar immer genau zu jenem Zeitpunkt, an dem man gerade nicht zuhause ist. Das bedingt dann wiederum einen nervigen Marsch in die nächste Postfiliale oder bei Hermes & Co. zu einem Paketshop – sollten freundliche Nachbarn die Sendung nicht vielleicht doch entgegengenommen haben.

Das Berliner Start-up Lockbox will Abhilfe schaffen, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe: Kunden sollen Pakete künftig auch dann sicher empfangen können, wenn sie nicht vor Ort sind. Dazu hat die Firma einen kleinen Anker entwickelt, der sich stabil unter der Wohnungstür anbringen lässt. In diesen schiebt der Paketbote dann ein Sicherungsseil, das wiederum mit einer stabilen Kunststoffbox verbunden wird – eben der Lockbox. In dieser wiederum steckt dann die Sendung. Ist der Kunde wieder zuhause, öffnet er die Wohnungstür und kann den Anker lösen – und so auch das Sicherungsseil. So kommt er dann auch an den Inhalt der Lockbox.

Pro Lieferung kostet der Spaß allerdings 2,50 Euro, sollte der Shop nicht ein Partner von Lockbox sein und die Kosten übernehmen – aktuell tut das etwa der Lebensmittellieferant Kochzauber.de. Zudem funktioniert der Empfang derzeit nur mit dem Logistikunternehmen DPD und man muss stets eine spezielle Lockbox-Nummer neben die Empfängeradresse schreiben, damit der Paketversender auch weiß, dass die Sendung in eine Lockbox gehört. Erstes Empfangsgebiet ist die deutsche Hauptstadt.

Recht praktisch ist, dass man mit der Lockbox auch Retouren veranlassen kann - doch auch das kostet 2,50 Euro plus eventuelle Versandspesen, sollte nichts anderes vereinbart sein. Verbleibt eine Lockbox länger als 30 Tage beim Kunden, wird zudem ein Pfand berechnet.

Lockbox ist nicht der einzige Dienst seiner Art: Branchenprimus DHL montiert mittlerweile gleich ganze Paketbriefkästen bei Kunden, die Platz dafür haben. UPS und Co. wollen dem eine eigene Lösung entgegensetzen.

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(bsc)