Internet der Dinge ohne Stress: Start-up baut Webplattform
Mit Freeboard von Bug Labs können Geräte im Internet der Dinge sogenannte Dweets absetzen: Daten jedes am Netz hängenden Geräts werden mit einem Klick auf einer eigenen Seite im World Wide Web publiziert.
Will man die im Internet der Dinge anfallenden Datenmengen zusammenfĂĽhren, wird man schnell zum Programmierer. Das New Yorker Start-up Bug Labs arbeitet nun an einer Plattform, um die Technik deutlich zu simplifizieren: Mit einer Software, die das Internet der Dinge so einfach machen soll wie den Besuch einer schlichten Website, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe.
Der neueste Dienst von Bug Labs nennt sich Freeboard. Damit soll es möglich sein, Daten jedes am Netz hängenden Geräts mit einem Klick auf einer eigenen Seite im World Wide Web zu publizieren, was die Firma "Dweeting" nennt. Sehen kann man das unter Dweet.io. Besucht man die Internetadresse mit einem Computer oder Mobiltelefon und klickt auf "jetzt ausprobieren", erhält man Rohdaten vom Endgerät selbst – eventuell freigegebene GPS-Koordinaten ebenso wie die aktuelle Position der Computermaus auf dem Bildschirm. Die Daten sind mit einem Klick öffentlich zugänglich gemacht und können dann von anderen Nutzern (oder Rechnern) analysiert und aggregiert werden. Mit einem weiteren Klick schaltet man die Freigabe aber auch wieder ab.
Freeboard soll die Datenströme aus dem Internet der Dinge so direkt nutzbar machen. Mit einigen Klicks kann man zudem eine grafische Repräsentation erhalten, etwa für Orte, Temperaturen, Motorgeschwindigkeiten oder die simple Frage, ob ein Gerät gerade an- oder ausgeschaltet ist. "Wir versuchen, das Internet der Dinge einfacher zu machen – und deutlich leichter für jeden zugänglich", sagt Peter Semmelhack, Chef von Bug Labs. Ursprünglich hatte er mit seiner Firma geplant, eine quelloffene modulare Hardware unter die Leute zu bringen, mittlerweile ist daraus eine Softwareplattform geworden. Zu den Nutzern gehört aktuell unter anderem der Ford-Konzern, der mit Datenströmen experimentiert.
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(bsc)