Apple-Patentantrag: Künstlicher Muskel als iPhone-Blende

Apple erwägt den Einsatz von Elektroaktiven Polymeren: Die künstlichen Muskeln sollen als Blende für die iPhone-Kamera dienen. Der Nutzer könnte die Blende dadurch erstmals wählen.

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Der iPhone-Hersteller Apple arbeitet an einer variablen Blende für Mobilgeräte, die mittels einer künstlichen Muskelstruktur aus Elektroaktiven Polymeren (EAP) bewegt wird. Das geht aus einem neu veröffentlichten Patentantrag hervor. EAPs ändern durch Spannung ihre Form und könnten dadurch als variable Blende dienen sowie den Autofokus-Motor ersetzen.

Auch die Kamera des iPhone 5s hat eine feste Blende

(Bild: Apple)

Der Nutzer könnte damit erstmals die Blende beim Fotografieren mit dem iPhone selbst wählen – sie ist bislang fixiert. Dies ermöglicht, die Schärfentiefe gezielt zu steuern und beispielsweise ein Objekt im Vordergrund scharf darzustellen während der Hintergrund "verschwimmt".

Ob Apple die geschilderte Technik jemals in einem Produkt umsetzt, bleibt offen. Der Patentantrag wurde im August 2013 eingereicht. Es habe bereits Versuche gegeben, ein Autofokus-Mikrosystem basierend auf künstlichen Muskeln zu konstruieren, betont der iPhone-Hersteller dort – ein Komplettlösung für die Massenproduktion sei aber "möglicherweise nicht verfügbar". (lbe)