2,5-Zoll-Serverplatte mit 1,8 Terabyte

Die SAS-Festplatte Ultrastar C10K1800 speichert bis zu 1,8 Terabyte auf ihren Scheiben, die mit 10.000 Umdrehungen pro Minute rotieren.

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2,5 Zoll und 1,8 Terabyte bei 10.000 Umdrehungen: HGST liefert seine neue Server-Festplatte Ultrastar C10K1800 mit SAS-Interface und verschiedenen Sektorgrößen aus.

Irgendeine Nische findet sich immer: Die Ultrastar C10K1800 bietet nach Angaben von HGST, einer Tochter von Western Digital, die höchste Kapazität aller 2,5-Zoll-Festplatten mit 10.000 Umdrehungen pro Minute. Sie wird in Versionen mit bis zu 1,8 Terabyte erhältlich sein, bei dieser Größe kommen vier Magnetscheiben (Platters) zum Einsatz. Zudem soll die C10K1800 auch mit weniger Scheiben und Kapazitäten zwischen 300 GByte und 1,2 TByte auf den Markt kommen. Jede gibt es in drei Versionen: Mit 4-KByte-Sektoren (4KN), emulierten 512-Byte-Sektoren (512e) und mit "echten" 512-Byte-Sektoren – für die Ewiggestrigen, wie ein HGST-Sprecher scherzhaft meinte.

Alle Versionen der Ultrastar C10K1800 sind für den Dauerbetrieb ausgelegt und besitzen ein SAS-12G-Interface. HGST verspricht besonders hohe Leistung beim Schreiben von Daten: Der bereits in anderen HGST-Platten eingesetzte "Media Cache" nutzt für Zugriffe auf zufällig verteilte Sektoradressen zunächst einen sequenziellen Puffer in reservierten Bereichen als Cache. Später verschiebt der Controller die Daten dann an ihre eigentliche Zieladresse. Dieses Prinzip funktioniert nach unseren Messungen (siehe c't 14/14, S. 116) recht gut: Beim Schreiben verstreuter 4K-Blöcke erreichte die HGST Ultrastar C15K600 (eine 2,5-Zoll-Festplatte mit 15.000 Umdrehungen pro Minute) mit 750 IOPS etwa das Doppelte anderer schneller SAS-Platten.

Außerdem enthält die Ultrastar einen DRAM-Cache von 128 MByte. Leichte Beschleunigung gegenüber anderen 10.000-Touren-(10K-)Festplatten erreicht HGST durch eine Erhöhung der Drehzahl um fünf Prozent.

HGST verspricht trotzdem bessere Energiesparfunktionen, durch die der Energieverbrauch um rund sieben Prozent sinken soll. Optional ist die Platte als SED (Self Encrypting Device) erhältlich, Modelle mit FIPS-Zertifizierung sollen Anfang 2015 folgen.

Preislich sollen die Modelle bei etwa der Hälfte der noch schneller drehenden Server-Platten mit 15.000 Umdrehungen (15K) liegen, im Vergleich zu einer Enterprise-SSD kosten sie nach Herstellerangaben nur rund ein Siebtel. Genaue Preise nannte HGST noch nicht, auch werden die Platten wohl nur vereinzelt im Handel auftauchen – HGST beliefert damit vornehmlich OEM-Kunden. Derzeit verschickt HGST sogenannte Qualification Samples, die den Kunden zur Zertifizierung der Hardware dienen. (ll)