Freisteller: Fluid Mask 3

Fluid Mask hilft beim Freistellen auch komplizierter Motivteile wie Lockenköpfe oder Stachelkleider.

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Bildbearbeitung macht so lange Spaß, bis man einen zotteligen Hund oder ein Stachelschwein vom Hintergrund trennen will. Werkzeuge wie Zauberstab und Lasso stoßen dabei ebenso an ihre Grenzen wie der Extrahieren-Dialog in Photoshop. Das englischsprachige Fluid Mask springt hier in die Bresche, wenn man eine Hürde bei der Installation nimmt: Die findet den Plug-in- Ordner des deutschsprachigen Photoshop namens „Zusatzmodule“ nicht, sodass man diesen bei der Installation manuell angeben muss.

Nach Aufruf in Photoshop analysiert das Plug-in ein geladenes Bild und teilt es in farbige Puzzleteile auf, deren Anzahl man per Schieberegler bestimmt. Das Ergebnis erinnert an „Malen nach Zahlen“. Per Pinsel markiert man mit einigen groben Schwüngen sein Stachelschwein grün und den Hintergrund rot. Beim Einschätzen hilft, dass sich Markerfarben und Originalbild stufenlos überblenden lassen. Ein Klick auf Cut-out zeigt das freigestellte Objekt vor farbigem Hintergrund. Bei Motiven mit klaren Kanten ist die Arbeit damit bereits erledigt. Zur Korrektur schwieriger Bereiche dient der blaue Pinsel, mit dem man halbtransparente Bereiche wie Haarpartien bemalt. Am Ende gibt das Plug-in das Motiv zurück an Photoshop oder exportiert es als PNG-Datei mit Alpha-Kanal.

Das Ergebnis überzeugt – meistens. Fluid Mask vollbringt keine Wunder: Bei Motiven, die sich kaum vom Hintergrund absetzen, finden sich selbst nach mehreren Bearbeitungsschritten noch Fehler. Doch grundsätzlich spart es gegenüber manuellem Freistellen eine Menge Zeit. Die Software verlangt wie Photoshop eine Aktivierung übers Internet.

Photoshop-Plug-in
Hersteller Vertus
Systemanforderungen: Windows XP/Vista, Mac OS X, Photoshop CS2/CS3
Preis: 250 €

(akr)