Amazon-Streit: Apple erlaubt sich Seitenhieb

In den Konflikt zwischen dem E-Commerce-Riesen und Verlagen hat sich nun auch Cupertino eingeschaltet – und zwar äußerst dezent. Nachdem Amazon in einem offenen Brief George Orwell falsch zitiert hatte, bewirbt Apple diesen nun im iBooks Store.

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Einen besonderen Grund, ausgerechnet jetzt Bücher des "1984"-Autoren George Orwell zu bewerben, gibt es eigentlich nicht: Weder jährt sich dessen Todes- oder Geburtstag noch gibt es ein aktuelles Jubiläum eines seiner Bücher. Trotzdem macht Apple in seinem Online-Buchladen iBooks Store derzeit Reklame für den legendären politischen Schriftsteller.

Der Grund für die scheinbar unmotivierten Orwell-Hinweise dürfte ein anderer sein, wie das IT-Blog Recode meldet: Apple scheint offenbar einen dezenten Seitenhieb gegen Amazon austeilen zu wollen.

George-Orwell-Reklame im iBooks Store: Unmotiviert dürfte die nicht auftauchen.

Der E-Commerce-Riese hatte im Rahmen des aktuell laufenden Konflikts mit dem US-Großverlag Hachette um E-Book-Preise Orwell falsch zitiert und dem Autoren eine Abneigung gegenüber Taschenbüchern zugesprochen, die dieser gar nicht gehabt hatte.

Es wäre nicht der erste Nadelstich, den Apple gegen Amazon platziert. Schon zu Beginn des Streits mit Hachette hatte der Konzern in seinem iBook Store darauf hingewiesen, dass man dort problemlos weiter an Bücher des Verlages gelangt.

Apple kämpft noch an einer anderen Front: Der Konzern hatte ein US-Kartellverfahren zunächst verloren, bei dem es um Preisabsprachen bei E-Books ging. Hier gilt allgemein Amazon als Gewinner. (bsc)