Neue Stromerzeugungsmethode soll Gadgets länger laufen lassen

US-Forscher wollen mit Hilfe von Nanoverbrennungsprozessen Energie generieren. Die Technik wäre auch für Elektroautos interessant.

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Seit mehreren Jahren schon arbeiten MIT-Forscher an einem neuen Verfahren zur Stromerzeugung, das zunächst recht verrückt klingt, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe. Dabei werden Streifen aus Nanoröhrchen mit einem Brennstoff wie TNT versetzt und per Laser angezündet. Die durch den Prozess angetriebenen Elektronen erzeugen wiederum Strom.

Mittlerweile hat Michael Strano, Professor für Chemieingenieurwesen, die darunter liegende Physik verstanden und den Wirkungsgrad um das Zehntausendfache erhöht. Zudem gibt es eine klare Roadmap für Verbesserungen. In nicht allzu ferner Zukunft, glaubt Strano, könnte das Phänomen zu tragbarer Elektronik führen, die deutlich länger durchhält. Und vielleicht auch zu elektrischen Autos, die genauso bequem sind wie konventionelle Benziner, sei es nun bei der Reichweite oder der "Betankung", die dann nur noch Minuten dauern soll.

Im Vergleich zu konventionellen Generatoren ist das Verfahren aber noch sehr ineffizient. Der Wirkungsgrad liegt bei etwas mehr als 0,1 Prozent, während traditionelle Stromerzeuger zwischen 25 und 60 Prozent erreichen. Doch für Nischenanwendungen, in denen schnell größere Strommengen abgerufen werden müssen, soll die Technik laut Strano schon jetzt nützlich sein. Weitere Wirkungsgradverbesserungen seien zudem möglich, was die Anwendungsbereiche erhöhe.

Grundlegend unterscheidet sich das nicht von einem Benzinverbrennungsmotor, bei dem kleine Brennstoffmengen in die Brennkammer eingespritzt werden, um die Kolben anzutreiben. Eine Leistungselektronik könnte den erzeugen Strom des Nanogenerators zur weiteren Verwendung aufbereiten, etwa für einen Elektromotor. Der Treibstofftank ließe sich ähnlich nachfüllen wie ein Benzintank. Die Kohlenstoffnanoröhrchen werden zudem nicht zerstört, diese können wiederverwendet werden.

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(bsc)