Digitale Magazine: Apple übernimmt Prss

Nachdem es um den iOS-Zeitungskiosk seit langem ruhig geblieben ist, scheint sich nun etwas in diesem Bereich zu tun. Apple hat eine niederländische Plattform aufgekauft, mit der elektronische Zeitschriften produziert werden können.

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Apple hat das 2012 gegründete Start-up Prss aus den Niederlanden übernommen. Das bestätigte das Unternehmen gegenüber dem IT-Blog TechCrunch. "Apple kauft von Zeit zu Zeit kleinere Technikfirmen, diskutiert die Gründe und Pläne aber generell nicht", hieß es knapp. Auch auf Twitter findet sich eine Bestätigung: Prss-Mitarbeiter Michel Elings schrieb, er sei gerade nach Palo Alto gezogen. Das liegt wiederum in der Nähe von Cupertino.

Prss ist eine Plattform, mit der sich mit wenig Mühe ein digitales Magazin erstellen lässt, das dann über Apples iOS-Geräte vertrieben werden kann. Die Firma hatte bereits im April angekündigt, ihre Geschäftstätigkeit aufzugeben, nannte damals aber keine Gründe. Die Website ist mittlerweile nicht mehr erreichbar.

Prss auf dem iPad.

(Bild: Hersteller)

Apple hatte mit seinem Zeitungskiosk in iOS ("Newsstand") eigentlich vor , das Geschäft mit digitalen Magazinen und Zeitungen zu revolutionieren (s. Mac & i-Heft 7), behandelt das Thema seit längerem aber stiefmütterlich. Möglicherweise plant der Konzern nun, Funktionen aus Prss in eigene Produkte einzubinden.

Mit iBooks Author gibt es bereits eine kostenlose Software, mit der Nutzer interaktive E-Books gestalten und in Apples iBookstore einstellen können. Ein entsprechendes Tool für E-Magazine von Apple fehlt bislang. Was genau die Prss-Mitarbeiter in Cupertino machen werden, ist noch unklar – auch, wie viele die Reise nach Amerika mitmachten. Die niederländische Website iCulture, die die Übernahme als erste meldete, meint, es könne sich auch um einen "Acquihire" handeln, bei dem Apple talentierte Mitarbeiter per Firmenübernahme akquiriert. (bsc)