IBM stellt Analyse-Software zur Bekämpfung von Cyberkriminalität vor

IBM hat eine Analysesoftware vorgestellt, die kriminelle Bedrohungen in verstreut abgelegten Unternehmensdaten aufspüren soll. i2 Enterprise Insight Analysis ist angeblich in der Lage, innerhalb von Sekunden versteckte Verbindungen zu entdecken.

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Von
  • Jürgen Diercks

Einer Schätzung des Center for Strategic and International Studies zufolge kostet Cyberkriminalität die Weltwirtschaft jedes Jahr bis zu 445 Milliarden US-Dollar. Gleichzeitig fühlen sich Unternehmen dabei überfordert, ihre Daten effektiv zu schützen. So können Angreifer die Spuren ihrer Attacken oft monatelang verschleiern. Die zunehmende Vernetzung von Maschinen und Geräten - vom Mobiltelefon über Smart Cars bis hin zu Bohrinseln - verstärkt das Problem, weil es neue Kanäle für Angriffe öffnet.

Mit dem Tool i2 Enterprise Insight Analysis (EIA) will IBM seine Anwender dabei unterstützen, die richtigen Schlüsse aus Auffälligkeiten im Datenpool zu ziehen. Angeblich kann das Werkzeug Bedrohungen erkennen, die Sicherheitsexperten möglicherweise erst nach Tagen, Wochen oder Monaten entdeckt hätten.

EIA analysiert große Mengen unterschiedlicher Daten aus verschiedenen Quellen, um Beziehungen auch auf Basis schwacher Signale zu finden. Diese Korrelationen können sich laut Anbieter über bis zu sechs Grade der Trennung zwischen den Quellen erstrecken – von Unternehmensdaten über Gespräche in sozialen Medien bis hin zu Informationen, die von Sensoren oder Anwendungen Dritter aufgenommen wurden. EIA gibt Empfehlungen ab und warnt bei ungewöhnlichen Entwicklungen die zuständigen Stellen.

Das Werkzeug wurde für IBM Power Systems entwickelt und kann vorhandene Sicherheits- oder Anti-Betrugsprogramme mit zusätzlichen Features anreichern, etwa mit Visualisierungsmöglichkeiten. EIA lässt sich zudem um Anwendungen und Funktionen externer Anbieter erweitern, beispielsweise um Tools zum Verarbeiten natürlicher Sprache. (jd)