Server Dell PowerEdge FX2: Dicht gepackt und trotzdem flexibel

Beim neuen "konvergenten" Server-System PowerEdge FX2 versucht Dell mehrere Anforderungen unter einen Hut zu bekommen: Günstige Einstiegspreise, kompakte Bauform, hohe Integration, große Flexibilität.

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Dell PowerEdge FX2: Bis zu acht Server-Module passen in das 2-HE-Chassis.

(Bild: Dell)

Mit dem PowerEdge FX2 bringt Dell anlässlich der Veranstaltung Dell World 2014 ein weiteres Baukastensystem für Server auf den Markt. Es soll einerseits hohe Packungsdichte und enge Integration auch von Storage- und Netzwerk-Komponenten erlauben, andererseits aber auch flexibel zu bestücken und zu Preisen erhältlich sein, die den Vergleich mit klassischen Rack-Servern nicht scheuen müssen.

Basis ist ein Chassis mit zwei Höheneinheiten (2 HE), welches frontseitig 4 bis 8 Server- oder Storage-Module aufnimmt, im hinteren Bereich Platz für PCI-Express-Karten bietet und redundante Netzteile, Netzwerk-Switch sowie Fernwartung enthält. Weil manche Server-Module gleich mehrere Einzelserver enthalten, lassen sich bis zu 16 physische Maschinen auf 2 HE unterbringen, also bis zu 320 Server in einem 40-HE-Rack. Das ist deutlich weniger als etwa beim HP ProLiant Moonshot oder beim AMD SeaMicro SM15000, dafür lässt sich der PowerEdge FX2 auch nachträglich flexibler bestücken. Ein wenig erinnern Bauform und Modul-Auswahl an den neuen Cisco UCS M.

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Das FX2-Chassis nimmt unterschiedlich breite Module auf: Full-, Half-, Quarter-Width. Je zwei passen übereinander, es lassen sich also etwa vier Half-Width-Einschübe wie der PowerEdge FC630 einschieben. Der ist als typisches Dual-Socket-System mit zwei Xeon E5-2600 v3 (Haswell-EP) für "Dense Virtualization" gedacht. Noch mehr Packungsdichte bringt der FC430, denn hier passen die beiden Xeons in ein Quarter-Width-Modul – aber mit weniger RAM und Massenspeicher. Für Webserver gibt es den PowerEdge FM120x4 in halber Breite, in dem aber vier (Avoton-)Atom-Server stecken – damit sind 16 Server auf 2 HE möglich. Für Datenbanken ist der FC830 mit vier Xeons geplant. Ab Dezember will Dell zunächst FC630 und den Mikroserver FM120x4 ausliefern.

Für den PowerEdge FX2 bietet Dell zunächst vier verschiedene Server- und ein Storage-Modul an, zunächst sind FC630 und FM120x4 lieferbar.

(Bild: Dell)

Pro FX2-Chassis lassen sich bis zu drei Direct-Attach-Storage-(DAS-)Module FD332 einschieben, in jedes passen bis zu 16 2,5-Zoll-Platten.

Für eine Webserver-Konfiguration mit den Atom-PowerEdges verspricht Dell Preise von umgerechnet 955 US-Dollar pro Knoten, wenn man Chassis und Servermodule rechnet.

Auf Nachfrage von heise online äußerte sich Dell-Manager Ravi Pendekanti recht kritisch über ARM-v8-Server: Es sei zwar nicht ausgeschlossen, dass für den PowerEdge FX2 auch Module mit ARM-SoCs erscheinen werden, doch bisher schätze man das Interesse potenzieller Kunden als gering ein. (ciw)