Betreiber will bei Antares-Rakete Triebwerke auswechseln
Trotz der Explosion ihrer Antares-Rakete ist die private US-Raumfahrtfirma Orbital Sciences optimistisch: Das Unternehmen will weiterhin die Raumstation ISS versorgen.
(Bild: NASA/Terry Zaperach)
Die private Betreiberfirma der beim Start verunglĂĽckten Antares-Rakete will nach eigenen Angaben die Triebwerke auswechseln. Eine Rakete vom Typ Antares war mit dem unbemannten Raumfrachter "Cygnus" Ende Oktober kurz nach dem Start am Weltraumbahnhof Wallops im US-Bundesstaat Virginia explodiert.
Eine erste Untersuchung habe einen möglichen Fehler bei einer Pumpe in einem der beiden Haupttriebwerke ergeben, teilte das Unternehmen Orbital Sciences am Mittwoch (Ortszeit) mit. Es sei daher wahrscheinlich dass die Triebwerke vom Typ Aerojet Rocketdyne AJ26 "nicht mehr eingesetzt werden". Diese basieren auf einem über 40 Jahre alten russisches Modell, das in den USA weiterentwickelt wurde.
"Der Fehlschlag von Antares in der vergangenen Woche war zwar sehr enttäuschend für uns alle, aber die Firma hat bereits einen Alternativplan in Kraft gesetzt, um diesen Rückschlag zu überwinden", sagte Orbital Sciences-Chef David W. Thompson.
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Der Raumtransporter Cygnus sollte im Auftrag der US-Raumfahrtbehörde Nasa Vorräte zur internationalen Raumstation ISS bringen. Orbital Sciences betonte, dass alle noch ausstehenden Lieferungen zur ISS bis Ende 2016 durchgeführt werden könnten. Der Nasa werden demnach keine zusätzlichen Kosten entstehen. Allerdings werde es 2015 und 2016 aufgrund des Alternativplans bis zu zwei Starts des Cygnus-Raumfrachters geben, die nicht von Antares-Raketen ins All gebracht werden.
Auf der ISS sind derzeit der Deutsche Alexander Gerst und fĂĽnf weitere Raumfahrer aus Russland und den USA. Gerst soll in der kommenden Woche wie geplant zur Erde zurĂĽckkehren. (axk)