T-Online-Flatrate sorgt für Aufregung
AOL Europe möchte die gleichen Konditionen für eine Flatrate von der Telekom wie T-Online. Bei Mobilcom sieht man die Situation gelassen.
Mit der heutigen Ankündigung einer Internet-Flatrate für unter 100 Mark monatlich sorgte die Telekom für Unruhe in der Branche. Beobachter erstaunte, dass sich AOL Europe genötigt sah, unmittelbar nach der Telekom-Pressekonferenz eine Presseerklärung heraus zu geben. Darin begrüßte Unternehmenssprecher Frank Sarfeld zwar "die Initiative des Bundeskanzlers, das Internet in Deutschland zum Massenmedium zu entwickeln", kritisierte aber gleichzeitig, dass die Telekom durch ihr Ortsnetzmonopol lange Zeit die Einführung einer Flatrate behindert habe.
Postwendend erklärte Telekom-Sprecher Hans Ehnert im c't-Gespräch: "Wir haben auch weiterhin nicht vor, AOL in irgendeiner Weise quer zu subventionieren." Dies freilich widerspricht den Aussagen seines Chefs. Ron Sommer sicherte heute morgen in Berlin zu, dass die auszuhandelnden Konditionen zwischen Telekom und T-Online auch für alle Mitbewerber gelten würden.
Beim Konkurrenten Mobilcom sieht man die Situation eher gelassen. Gestern erst hatte der Mobilcom-Chef Gerhard Schmid eine Flatrate für alle Mobilcom-Direktkunden angekündigt. Tarif- und Leistungsmodelle möchte Mobilcom auf der CeBIT bekanntgeben. Pressesprecher Torsten Kollande hält die Telekom-Ankündigung für sehr vage: "Solange wir nicht wissen, ob es beispielsweise Volumen- oder Zeitbeschränkungen in der Flatrate gibt, brauchen wir dazu noch nicht Stellung zu beziehen." (hob)