CES: Vernetzte Lautsprecher mit Smart-Home-Option

Die drei ersten vernetzten Lautsprecher des US-Unternehmens Monster unterstützen das Open-Source-Framework AllJoyn – was eine Verbindung mit anderen vernetzten Geräten ermöglicht, etwa einem Rauchmelder oder einem Fernseher.

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CES: Vernetzten Lautsprecher mit Smart-Home-Option
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Das Angebot an vernetzten Lautsprechern wächst weiter: Der US-Hersteller Monster hat auf der CES bekanntgegeben, drei Modelle dieser Produktkategorie im März für rund 250, 350 und 450 Dollar auf den US-Markt zu bringen. Wenig später sollen die S1, S2 und S3 genannten Geräte auch in Europa erhältlich sein.

Die Musikanlieferung im Heimnetz läuft über WLAN, daneben lassen sich Audioquellen via Bluetooth, optischem Digitaleingang, analogem Line-In (Mini-Klinkenbuchse) und USB anbinden. Bei Nutzung des USB-Ports wird das verbundene Smartphone laut Monster geladen. Ein integrierter NFC-Chip soll das Pairing mit passenden Mobilgeräten vereinfacht. Die Lautsprecher beherrschen die für diese Kategorie üblichen Wiedergabefunktionen und bieten so etwa einen Party-Modus, bei dem alle Geräte parallel das selbe Lied synchron abspielen.

Seit Monster die Kopfhörermarke "Beats" verloren hat, versucht sich das Unternehmen neu zu erfinden.

(Bild: Nico Jurran / heise online)

Monster wirbt in Las Vegas vor dem Hintergrund der Messetrends Smart Home und IoT (Internet of Things, Internet der Dinge), aber auch und vor allem damit, dass der in den Lautsprechern eingebaute Chipsatz von Qualcomm das Open-Source-Framework AllJoyn der Allseen Alliance unterstützt. Darüber lässt sich die Kommunikation von Geräten und Anwendungen mittels P2P-Verbindung realisieren, unabhängig von Produktkategorie und Verbindungsart. Das befähigt die Monster-Lautsprecher beispielsweise dazu, Alarmtöne auszugeben, wenn ein über AllJoyn vernetzter Rauchmelder anspringt. Ein aktueller LG-Fernseher mit AllJoyn-Unterstützung lässt sich wiederum als Display für die S-Reihe nutzen, um den aktuell laufenden Titel anzuzeigen.

Die Lautsprecher nutzen für die Vernetzung die AllPlay-Plattform von Qualcomm, die Steuerung läuft über die sogenannte "SoundStage"-App auf Apple- und Android-Mobilgeräten. Nutzen lassen sich damit eine Reihe bekannter Streamingdienste, darunter Spotify, Napster und Rhapsody. Die Musikdaten werden nicht über das Mobilgerät zu den Lautsprechern gestreamt, die App initiiert nur die (direkte) Verbindung der Geräte zum jeweiligen Dienst.

Eine Ansteuerung der Lautsprecher über einen integrierten Webserver ist laut Monster zum Start nicht vorgesehen, sei aber für die Zukunft angedacht. So würden sich die Geräte dann auch einfacher in Heimautomationssysteme einbinden lassen, die etwa HTTP-Anforderungen über das lokale Netz schicken können. Die Firmware der vernetzten Monster-Lautsprecher lässt sich updaten. (nij)