CES: ZTE-Handys erobern die USA
Stolz präsentierte ZTE auf der CES seine Erfolge im US-Geschäft mit Endgeräten. Davon wurden dann auch gleich zwei neue vorgestellt: Ein günstiges LTE-Phablet und ein verbesserter smarter Beamer.
"Affordable Premium", also "leistbare Oberklasse". So umreißt Lixin Cheng, Chef bei ZTE USA, seine Endgerätestrategie.
(Bild: Daniel AJ Sokolov)
100 Millionen drahtlose Endgeräte hat ZTE vergangenes Jahr weltweit ausgeliefert, davon 48 Millionen Smartphones. Besonders gut läuft dieses Geschäft in den USA. Wie Lixin Cheng, Chef der Tochterfirma ZTE USA, auf der International CES mitteilte, konnte er 2014 rund 40 Prozent mehr Handys ausliefern als 2013. "Wir haben das geliefert, was die Verbraucher wollten, während andere das nicht wollten oder nicht konnten."
Chengs Angaben sind eindrucksvoll: Er zählt 20 Millionen aktive ZTE-Nutzer in den USA. Bei bei Kunden mit Vorauszahlung ist ZTE USA demnach Nummer 2 (Marktanteil 19,1 Prozent), unter allen Android-Handys Nummer 3 (10,3 Prozent) und im Gesamtmarkt Nummer 4 (7,8 Prozent). "Und wir sind auch der am schnellsten wachsende Anbieter", fügte er hinzu. Inzwischen verkaufen alle US-Netzbetreiber ZTE-Endgeräte. 68 verschiedene Modelle werden derzeit aktiv vertrieben, dieses Jahr sollen es noch mehr werden.
Dazu gehört auch das neue ZTE Grand X Max+. Es ist ein LTE-Phablet mit 6-Zoll-Bildschirm (720p), einer 13-Megapixel-Kamera hinten und, ganz dem Selfie-Trend folgend, einer Weitwinkelkamera mit 5 Megapixel auf der Vorderseite. Dieses Modell wird ab Freitag von einem US-Mobilfunker für 200 US-Dollar ohne Vertragsbindung angeboten werden.
ZTE ĂĽberholt sich selbst
(Bild:Â Daniel AJ Sokolov)
Auf der CES 2014 hat ZTE seinen ersten Smart Beamer, den Spro (sprich S pro) vorgestellt. Dabei handelt es sich um einen kleinen digitalen Beamer (100 Lumen), der unter Android läuft und gleichzeitig ein WLAN-Hotspot mit LTE-Anbindung ist. Mitte 2014 kam er ins Sortiment eines US-Mobilfunkers, übernächste Woche kommt er zum Preis von 400 US-Dollar in den freien Handel.
Doch schon jetzt hat ZTE das Nachfolgemodell Spro 2 vorgestellt. Es unterstützt HD-Bildausgabe, leuchtet doppelt so stark (200 Lumen), stellt Fokus und Keystone-Korrektur automatisch ein, hat einen kräftigeren Akku sowie ein auf fünf Zoll gewachsenes Touchdisplay.
Außerdem hat ZTE einen kreativen Ansatz für Augenschutz ersonnen: Ein Bewegungssensor dimmt die Leuchtkraft des Beamers, wenn er bewegt wird. Das soll Dritte vor Blendungen schützen, sollten sie vom Lichtstrahl erfasst werden. Der Beamer Spro 2 soll noch dieses Jahr von US-Mobilfunkern vertrieben werden. Keine Angaben machte ZTE zu Preisen sowie Verfügbarkeit in anderen Ländern.
Chinesisches Venture Capital
Cheng betonte die Anstrengungen seines Konzerns bei Forschung und Entwicklung. "Wir sind fĂĽhrend in der 5G-Technik und bei Investitionen in Forschung und Entwicklung." ZTE besitze auch mehr als 13 Prozent der essenziellen Patente fĂĽr LTE.
Um auch von guten Ideen Dritter direkt zu profitieren, richtet ZTE nun einen Wagniskapitalfonds ein. Der ZTE Innovation Venture Fund wird sich nordamerikanischer Startups annehmen. Neben Finanzierungen und Beteiligungen strebt dieses Programm auch Partnerschaften an. Angaben zur Dotation des Fonds machte ZTE auf der CES nicht. (ds)