Analystin: Google steigt ins US-Versicherungsgeschäft ein
Laut Forrester-Analystin Ellen Carney plant Google auch in den USA ein Vergleichsportal für KFZ-Versicherungen. Zudem will der Konzern angeblich die Versicherungsagentur CoverHound kaufen.
Über das britische Google-Compare-Portal lassen sich neben KFZ-Versicherungen auch Hypotheken und Kreditkartengebühren vergleichen.
Google könnte nach Großbritannien auch in den USA ins Versicherungsgeschäft einsteigen. Dieser Ansicht ist zumindest Ellen Carney, Analystin von Forrester Research, die in ihrem Blog einige Hinweise zusammengetragen hat. Demnach gab es in den vergangenen zwei Jahren mehrfach Indizien, die auf einen Start von Google Compare in den USA hindeuteten. Der Launch sei jedoch immer wieder verschoben worden. Nun könne es Ende Februar 2015 in Kalifornien losgehen, im Laufe des ersten Quartals sollen Illinois, Pennsylvania und Texas folgen.
2012 hatte Google mit Google Compare in Großbritannien ein Vergleichsportal für Versicherungen gestartet. Dafür hatte der Konzern ein Jahr zuvor das Preisvergleichsportal BeatThatQuote.com übernommen. Ein ähnliches Vorgehen scheint Google nun auch für die USA zu planen.
Carney fand heraus, dass ein Unternehmen namens Google Compare Auto Insurance Services Lizenzen für den Vertrieb von Versicherungen in 26 Staaten erworben hat. In mindestens einem dieser Staaten darf die Firma zudem Verträge für acht US-Versicherer vertreiben, darunter Mercury und MetLife.
Bei dem Vergleichsportal CoverHound scheint es der Konzern außerdem auf eine Übernahme abgesehen zu haben. Mit diesem Schritt könnte Google schneller auf dem US-Versicherungsmarkt Fuß fassen. Bestätigen wollte man das Vorhaben gegenüber Carney jedoch bislang nicht.
Ähnliche Pläne für Deutschland, über die 2013 spekuliert worden war, hat das Unternehmen bisher nicht umgesetzt. Ein Vergleichsportal für Versicherungen in Frankreich hatte Google nach kurzer Zeit Ende 2013 wieder geschlossen. (vbr)