Beagle 2 doch gelandet: Verschollene Sonde auf dem Mars entdeckt
Mehr als ein Jahrzehnt fehlte von Beagle 2 jede Spur. Vermutlich auf dem Planeten zerschellt, glaubten Experten. Jetzt zeigen Fotos: Der Marsroboter hat es wie geplant an sein Ziel geschafft – als erster aus Europa überhaupt.
Wenige Pixel identifizierten die Forscher als Beagle 2.
(Bild: NASA/JPL-Caltech/Univ. of Arizona/University of Leicester)
Rund zwölf Jahre nach dem Verschwinden der Marssonde Beagle 2 hat sich die Mission doch noch als ein Teilerfolg entpuppt: Der britische Landeroboter befindet sich auf dem Mars. Die Hirise-Kamera auf der NASA-Sonde Mars Reconnaissance Orbiter hat Bilder der verschollenen Landeeinheit auf dem Roten Planeten gemacht, wie die Europäische Weltraumbehörde ESA am Freitag mitteilte. Damit ist Beagle 2 die erste europäische Sonde, die auf dem Mars gelandet ist – auch wenn sie danach keine Daten an die Erde übermitteln konnte.
(Bild:Â NASA/JPL-Caltech/Univ. of Arizona/University of Leicester)
Beagle 2 war Teil einer ESA-Marsmission und auf dem Weg zu unserem Nachbarplaneten an Weihnachten 2003 spurlos verschwunden. Wochen später hatte die ESA die Marssonde offiziell für verloren erklärt. Experten glaubten lange, der 60 Millionen Euro teure Roboter sei möglicherweise zu schnell unterwegs gewesen und auf der Oberfläche des Planeten zerschellt.
Jetzt zeigen die NASA-Bilder aus den Jahren 2013 und 2014, dass Beagle 2 – benannt nach Charles Darwins berühmtem Entdeckerschiff HMS Beagle – ziemlich heil geblieben ist bei der Landung. Ein technischer Defekt habe wohl lediglich verhindert, dass das Gerät mit der Erde kommunizierte, sagte Mark Sims von der Universität Leicester, der das Beagle 2-Projekt geleitet hatte, am Freitag auf einer Pressekonferenz in London.
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Es könne sogar sein, dass der Roboter noch funktioniere – unklar sei, wie viele Solarkollektoren sich nach der Landung wie geplant geöffnet hätten. Allerdings sei es nicht möglich, Beagle 2 und seine Daten zu bergen, ergänzte Sims.
Beagle 2 gefunden (5 Bilder)

(Bild: Matt Goodman (UK Space Agency))
(mho)