Erste Bilder von Nvidias Top-Grafikchip GM200

Erste Fotos einer Grafik-Platine mit Nvidias künftiger Spitzen-GPU GM200 sind im Netz aufgetaucht. Sie gehört möglicherweise zur noch nicht veröffentlichten Profi-Grafikkarte Quadro M6000.

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Erste Bilder von Nvidias Top-Grafikchip GM200

(Bild: Baidu)

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Im Internetforum Baidu sind nun erste Bilder von Nvidias kommendem High-End-Grafikchip GM200 aufgetaucht. Er trägt die Bezeichnung GM200-400-A1 und sitzt auf einer Platine, die beidseitig mit 24 × 4-GBit-Speicherchips bestückt ist. Demnach hätte die Grafikkarte insgesamt 12 GByte Videospeicher. Die Speicherchips stammen von SK Hynix (H5GQ4H24MFR).

Möglicherweise gehört die Platine zur bald erwarteten Profi-Grafikkarte Quadro M6000. Ihre Bezeichnung tauchte bereits in manchen Treiber-Einträgen auf. Anfang Januar gelangten zudem unbestätigte Spezifikationen der Quadro M6000 an die Öffentlichkeit, wonach ihr GM200-Grafikchip 3072 Shader-Rechenkerne enthalte. Er soll über 384 Datenleitungen an den 12 GByte fassenden Videospeicher angebunden sein, dessen Transferrate bei knapp 320 GByte/s liege.

Auf der GM200-Platine sitzen 4-GBit-Speicherchips von SK Hynix.

(Bild: Baidu )

Im Vergleich zu Nvidias Quadro K6000 mit GK110-GPU (Kepler) hätte die M6000 nach den derzeit angenommenen Spezifikationen zwar nur 192 Shader-Rechenkerne mehr (2880 vs. 3072). Allerdings soll die GPU der Quadro M6000 höher getaktet sein. Zudem arbeiten Chips mit Maxwell-Architektur wesentlich effizienter. Ob sich das Verhältnis von Single- zu Double-Precision-Berechnungen geändert hat, ist unklar. Wahrscheinlich ist, dass GM200 auch auf einer neuen Auflage der Desktop-Grafikkartenserie GeForce GTX Titan eingesetzt wird.

Nvidia-Konkurrent AMD tüftelt ebenfalls bereits an neuen High-End-Chips, von denen bestimmte Typen mit einer im Vergleich zu GDDR5 verbesserten Speichertechnik herauskommen (High Bandwidth Memory/HBM). Der Stapelspeicher erlaubt Transferraten von 512 GByte/s, was nicht nur beim Spielen in hohen Auflösungen Vorteile verspricht (Radeon-Serie), sondern auch bei anspruchsvollen, wissenschaftlichen Berechnungen mit sehr großen Matrizen (FirePro-Serie). Die Speicherchips sitzen dabei aber nicht auf sondern direkt neben dem GPU-Die und sind über einen Interposer verbunden (2,5D). AMDs High-End-Chips sollen eine Leistungsaufnahme von 300 Watt haben. (mfi)