Börsenhai Icahn: Apple sollte noch viel wertvoller sein

Der iPhone-Hersteller ist seit dieser Woche das teuerste US-Börsenunternehmen aller Zeiten. Wall-Street-Mann Carl Icahn, der selbst kräftig Apple-Aktien gekauft hat, sieht die aktuell über 700 Milliarden US-Dollar aber nur als Zwischenstation.

vorlesen Druckansicht
Echtes Geld

(Bild: dpa, Deutsche Bundesbank/Archiv)

Lesezeit: 1 Min.

Der bekannte US-Investor Carl Icahn hat in einem offenen Brief argumentiert, dass Apple auch jetzt noch unterbewertet sei. Der Börsenwert des Konzerns hatte in dieser Woche auf über 700 Milliarden US-Dollar zugelegt, aktuell steht er bei 727 Milliarden. Dies ist unter an den US-Börsen gelisteten Unternehmen die höchste Marktkapitalisierung aller Zeiten.

Icahn, der selbst einen Anteil an Apple unter einem Prozent halten soll, schreibt, die Börse verstehe das Geschäft des Konzerns immer noch nicht. Schaue man sich das Kurs-Gewinn-Verhältnis (P/E) bei dem iPhone-Hersteller an und vergleiche es mit dem S&P-500-Index, liege Apple bei einem Wert von 10x. Der S&P-500-Schnitt liege aber bei 17x. Dies sei "total irrational".

Icahn geht davon aus, dass der korrekte Wert der Apple-Aktie heute bei mindestens 216 Dollar pro Anteilsschein liegen müsse. Gestern gingen die Papiere bei 124,88 Dollar aus dem Handel. Ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 20x sei für Apple sogar "konservativ", insbesondere auch im Hinblick auf künftige Produkte wie etwa einen Apple-Fernseher.

Icahn hatte Apple lange dazu aufgefordert, Aktien im großen Stil zurückzukaufen. Der Investor lobte Tim Cook und sein Management zuletzt aber in den höchsten Tönen.

Mehr zum Thema Apple und die Irrationalität der Börse lesen Sie in Mac & i Heft 2/14. (bsc)