Großinvestition in Sonnenstrom: Apple kann rechnen

Rund 850 Millionen US-Dollar steckt Apple in ein kalifornischen Solarkraftwerk. Das könnte sich aufgrund fallender Preise schnell rentieren.

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Apple Rechenzentrum
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Warum steckt Apple fast eine Milliarde Dollar in ein Großsolarkraftwerk in Kalifornien? Apple-Chef Tim Cook hatte bei Bekanntgabe der Pläne betont, für den Konzern sei der Klimawandel eine Tatsache und die Zeit, etwas zu tun, sei jetzt gekommen. Wie Technology Review in seiner Online-Ausgabe berichtet, könnte es sich bei dem über 25 Jahre laufenden Deal mit dem Photovoltaikexperten First Solar aber auch um ein sehr lohnenswertes Geschäft handeln.

Noch vor wenigen Jahren war Solarenergie deutlich teurer als fossile Energie aus dem regulären Stromnetz. Doch in letzter Zeit fallen die Preise so stark, dass sich die Technik in bestimmten Regionen und Situationen durchaus rechnet.

Die Gesamtkosten des sogenannten California Flats Power Project mit einer Leistung von 280 Megawatt, von dem die Hälfte des Stroms an Apple für die Versorgung seines Hauptquartiers sowie aller kalifornischer Apple-Läden und Rechenzentren gehen soll, wurden bislang nicht kommuniziert – auch nicht, wie viel Apple pro Kilowattstunde zu zahlen hat. Es gibt aber passende Vergleichswerte. So wären 2010 für Strom aus einer solchen Anlage rund 24 US-Cent pro Kilowattstunden fällig geworden. Das US-Energieministerium schätzt, dass die Kosten pro Watt im Solarbereich seither um mehr als 50 Prozent gefallen sind.

Die Preise, die man für Strom aus dem regulären Netz in Kalifornien bezahlt, variieren stark – abhängig unter anderem von der Spitzenlastnachfrage und wie viel Energie insgesamt eingekauft wird. Laut Statistik der U.S. Energy Information Administration lag der durchschnittliche Strompreis in Kalifornien für kommerzielle Kunden im Jahr 2012 bei 13,4 US-Cent pro Kilowattstunde – er kann aber in manchen Fällen auch doppelt so hoch sein. Entsprechend wären 12 US-Cent pro Kilowattstunde ein gutes Geschäft für Apple.

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(bsc)