Baukonzern will stärkste Erdbeben der Welt simulieren
Das japanische Unternehmen Shimizu möchte mit sogenannten Schwingtischen Gebäude in dem Land sicherer machen.
Erdbeben in Japan.
(Bild: P K / Flickr / cc-by-2.0)
Der japanische Baukonzern Shimizu begeht den vierten Jahrestag des Megabebens im Nordosten des Landes auf seine Art. Er nimmt die stärksten Schwingtische der japanischen Bauindustrie in Betrieb, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe. Die zwei Testeinrichtungen verblassen zwar vor dem staatlichen Erdbebensimulator e-Defense, der bis zu sechs Stockwerke hohe Gebäude mit bis zu 200 Tonnen Gewicht durch die Gegend wuchten kann. Aber sie erfüllen ihren Zweck. "Wir können die stärksten Beben der Welt simulieren", erklärt Mika Kaneko vom Zentrum für Sicherheitsengineering in Shimizus Forschungszentrum bei der Pressepräsentation das Ziel des Unternehmens am Mittwoch dieser Woche.
Die Plattform ist sieben mal sieben Meter groß und darauf ausgerichtet, verkleinerte Modelle von Hochhäusern seismischem Stress auszusetzen. Seine hydraulischen Kolben können bis zu 70 Tonnen schwere Strukturen bewegen. Doch richtig stolz sind die Ingenieure auf die Beweglichkeit des sogenannten E-Beetle: Horizontal kann der Simulator bis zu 35 Tonnen schwere Testobjekte mit bis zu 2700 gal beschleunigen und nach oben und unten um jeweils 80 Zentimeter, seitlich um 40 Zentimeter bewegen.
Aber auch das Verhalten des Gebäudeinneren soll studiert werden. Das Mittel zum Zweck ist der E-Spider direkt nebenan. Er ist nur vier mal vier Meter groß. Aber dafür ist er der einzige Schwingtisch weltweit, der das Verhalten eines Zimmers im Hochhaus bei langwelligen Starkbeben vormachen kann. Seine elektrischen betriebenen Kolben bewegen ihn horizontal um 150 Zentimeter und vertikal bis zu 90 Zentimeter umher. "Wir können den E-Spider nutzen, um das Verhalten von Decken, Wänden und Inneneinrichtung zu testen und Gebäude so sicherer zu machen", sagt Hiroshi Tojo, einer der geschäftsführenden Direktoren des Konzern.
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(bsc)