Gericht fordert von Yahoo Kundendaten wegen Apple-Klage

Apple hofft, bald eine konkrete Person wegen der Veröffentlichung geheimer Produktspezifikationen im Internet vor Gericht zerren zu können.

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  • JĂĽrgen Kuri

Vor wenigen Tagen stellte Apple Strafanzeige gegen Unbekannt wegen der Veröffentlichung geheimer Produktspezifikationen im Internet – nun aber hofft Apple, bald eine konkrete Person vor Gericht zerren zu können. Besonders aufgefallen waren die Postings auf der "Gerüchte"-Site von AppleInsider, die unter dem Pseudonym worker bee veröffentlicht wurden. Laut der Nachrichtenagentur AP muss nun Yahoo die Daten eines Accounts, der eben dieses Pseudonym worker bee bei der Tochterfirma GeoCities benutzte, gegenüber dem Gericht offenlegen. Richter Gregory H. Ward vom Superior Court ordnete bereits Ende letzter Woche an, dass GeoCities die entsprechenden Informationen über den Kunden herausgeben müsse.

Apple möchte von GeoCities den Namen, die Anschrift, E-Mail- und IP-Adresse haben, unter der sich worker bee normalerweise im Internet bewegte. Das Unternehmen bestätigte laut AP aber bislang lediglich die Anordnung von Ward. Sowohl Yahoo als auch andere US-Provider haben bereits in einigen Verfahren Kundendaten an Gerichte weitergegeben, um nicht selbst mit Strafverfolgung konfrontiert zu werden. Datenschützer in den USA fordern allerdings, dass die Kundendaten von Surfern, die unter Pseudonym Nachrichten und Forenbeiträge im Internet schreiben, zumindest so lange vertraulich bleiben sollten, bis gerichtlich tatsächlich eine Rechtsverletzung festgestellt wurde. (jk)