Neuer Kulturbeauftragter

Während bei den hiesigen Massen-Marken quasi jedes Selbstzünder-Modell mit Automatik lieferbar ist, vernachlässigen die Importeure oft eine wachsende Zielgruppe. Subaru dagegen bietet den Forester Diesel ab sofort auch mit Automatikgetriebe an. Wir haben sie ausprobiert

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  • Patrick Broich
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Friedberg,12. Mai 2015 – Während bei den hiesigen Massen-Marken quasi jedes Selbstzünder-Modell entweder mit Doppelkupplungsgetriebe oder Wandlerautomatik lieferbar ist, vernachlässigen die Importeure oft eine wachsende Zielgruppe. Subaru dagegen bietet den Forester Diesel ab sofort auch mit Automatikgetriebe an. Wir haben sie ausprobiert.

Dass der Nischenhersteller Subaru, dessen Absatzmärkte vor allem in den dieselschwachen Regionen Asien und Nordamerika liegen, überhaupt einen inhouse entwickelten Diesel im Programm hat, ist schon ein kleines Wunder. Dass er ein Boxermotor ist, zeigt, wie wertetreu die Firma ist. Das ist fast noch ein größeres Wunder.

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Der Forester trägt seinen Namen zurecht. Wir haben es auf schlammigen Waldböden ausprobiert.
(Bild: Subaru (alle))

Bis auf ein paar Ausnahmen in der Vergangenheit (Libero, Justy oder Trezia, letzterer ein umgelabelter Toyota Verso-S) baute Subaru ausschließlich Fahrzeuge mit Boxermotoren. Dass der Hersteller mit derart geringen Stückzahlen mit so einer exklusiven Sonderlocke besonders viel Geld verdient, darf bezweifelt werden. Auf jeden Fall bietet der 147 PS starke Vierventiler mit seinem Konzept Vorteile in puncto Vibrationsverhalten. Ein Boxer ist frei von oszillierenden Massenkräften, weil die gegenüberliegenden Kolbenpaare synchron auf- und ab gleiten. Im Sportwagen – das zeigt der Boxer-Sportler Subaru BRZ – hat die niedrige Bauweise mit liegenden Zylindern zudem den Pluspunkt besserer Fahrdynamik – das SUV profitiert davon durch eine spürbar verringerte Wankneigung. Stolz ist der Hersteller darauf, die Abgasnorm Euro 6 ohne Harnstoff-Einspritzung zwecks NOx-Reduktion zu erreichen – die Ingenieure setzen auf eine gekühlte Abgasrückführung, um mit reduzierter Verbrennungstemperatur den Stickoxidausstoß einzudämmen.