Computex: SSDs im Temporausch

Eine ganze Reihe von SSD-Neuvorstellungen gab es auf der Computex, viele davon fĂĽr die PCIe-Schnittstelle und mit NVMe-Interface, aber auch noch einige mit SATA-Interface.

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Comutex: SSD-Nachlese
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SSDs werden noch schneller, sowohl interne Modelle als auch externe. Den Reigen der Computex-Neuheiten eröffnete Sandisk mit der Extreme 900, einer externen SSD mit USB-3.1-Anschluss. Satte 1,92 TByte Kapazität hat das größte Modell, die Übertragungsrate soll bei maximal 850 MByte/s liegen. Informationen zur Verfügbarkeit gibt es noch nicht, der Preis für das größte Modell soll bei etwa 1000 US-Dollar liegen.

Vor allem aber gab es auf der Computex neue SSDs für die PCIe-Schnittstelle zu sehen. Viele davon setzen Boards voraus, die vier PCIe-3.0-Lanes bereitstellen und damit Geschwindigkeiten von bis zu 4 GByte/s erreichen – theoretisch, denn auch die schnellsten Modelle können diese Schnittstelle noch nicht ausreizen.

OCZ etwa zeigte das RevoDrive 400, eine SSD im M.2-Format. Das Modell soll voraussichtlich im Herbst auf den Markt kommen und enthält Controller und Flash-Speicher von der Konzernmutter Toshiba. Der Prototyp erreichte rund 2 GByte/s und über 200.000 IOPS beim Lesen, die SSD soll mit bis zu 1 TByte Kapazität erhältlich sein.

Bis zu 6,4 TByte sollen die neue OCZ-Serien Z-Drive 6000 und Z-Drive 6300 bereitstellen. Die 6000er Serie der für den Unternehmenseinsatz optimierten SSDs hat eine SFF-8639-Schnittstelle, wird also im 2,5-Zoll-Gehäuse ausgeliefert und per Kabel am Mainboard angeschlossen. Sie arbeitet mit dem für hohe Random-Leistung ausgelegten NVMe-Protokoll und soll bis zu 2,9 GByte/s beim Lesen erreichen. Die 6300er Serie kommt als PCIe-Karte, OCZ verspricht Geschwindigkeiten von bis zu 3 GByte/s und maximal 700.000 IOPS.

Adata zeigte eine Enterprise-SSD im 2,5-Zoll-Format. Die SR1020 hat einen SFF-8639-Anschluss und basiert auf dem Marvell-Controller 88SS1093. Der MLC-Flash-Speicher stammt von Micron, die SSD soll in der zweiten Jahrehälfte verfügbar sein. Weiterhin will Adata eine Consumer-SSD bringen, die nur über eine PCIe-3.0-Lane mit dem Mainboard verbunden ist. Mit knapp 1 GByte/s wäre diese jedoch immer noch schneller als jede SATA-SSD.

Der Controller-Hersteller Phison zeigte einen Prototypen einer SSD mit dem PS5007-Controller. Dieser unterstützt neben AHCI auch das NVMe-Protokoll. Die SSD erreichte auf dem Stand beim Lesen 2,7 GByte und 340.000 IOPS, beim Schreiben 1,2 GByte/s und 264.000 IOPS. Der Controller kann acht Speicherkanäle ansprechen und ist damit für Kapazitäten von maximal 2 TByte einsetzbar. Der Controller kann MLC- und TLC-NAND bedienen. Wann erste SSDs mit dem Phison PS5007 auf den Markt kommen ist noch unbekannt, Phison baut selbst keine SSDs.

Controller-Veteran Sandforce, mittlerweile in Seagate-Hand, zeigte ebenfalls neue Bausteine. Der SF3524 spricht SATA 6G und NVMe, aber nur PCIe 2.0. Weiterhin stellte Sandforce den reinen SATA-Controller SF3514 und den SF3504 vor. Letzterer untersĂĽtzt ebenfalls PCI2 2.0 und NVMe. Alle sollen im Herbst zur VerfĂĽgung stehen.

SATA 6G liegt bei der Geschwindigkeit zwar hinter PCIe, fĂĽr den Einsatz in einem klassischen Desktop-PC spielt dies jedoch kaum eine Rolle. Plextor etwa zeigte die SATA-SSD M7V mit TLC-Speicher von Toshiba, Adata die beiden Modelle SP550 und SP560. In beiden kommt der erst kĂĽrzlich angekĂĽndigte 16nm-TLC-Flash von Micron zum Einsatz.

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(ll)