Uber will angeblich mit finanziellem Kraftakt China erobern

Mit viel Geld versucht Uber derzeit, sich in China festzusetzen. Teilweise zahle das US-Unternehmen den eigenen Fahrern, sogar mehr, als die mit ihren Fahrdiensten verdienen, berichtet nun die New York Times.

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Uber

(Bild: dpa, Christoph Dernbach/Archiv)

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  • dpa

Der US-Fahrdienst-Vermittler Uber forciert offenbar mit einem massivem Finanzaufwand seine Expansion in China. Um den umkämpften Markt zu erobern, zahle das kalifornische Unternehmen Fahrern in "halsbrecherischem Tempo" Boni, die sogar den Fahrpreis überstiegen, berichtete die New York Times am Montag unter Berufung auf eingeweihte Kreise. Uber biete laut Insidern mittlerweile mehr als 100.000 Fahrten pro Tag in China an. Ende Mai habe das Unternehmen angegeben, im vergangenen Monat mehr als 60.000 Jobs dort geschaffen zu haben.

Uber, gegründet vor fünf Jahren in San Francisco, vermittelt Autofahrten über eine Smartphone-App. Die Firma ist mittlerweile in 310 Städten und 58 Ländern weltweit vertreten und wurde von Investoren zuletzt mit etwa 41 Milliarden US-Dollar bewertet. Uber eckt immer wieder an. Die aggressive Expansion ist der Taxi-Branche ein Dorn im Auge. Regulierer betrachten das Unternehmen mit Argwohn.

In China sieht sich das Unternehmen dem Bericht zufolge starker einheimischer Konkurrenz gegenüber, darunter auch Dienste, die von den chinesischen Internetgiganten Alibaba und Tencent unterstützt werden. Uber locke aber nun vor allem mit deutlich günstigeren Preisen. Ähnlich wie in anderen Ländern, ist Uber aber auch in China bereits ins Visier des Staats geraten. Der hatte mit einem landesweiten Verbot die Vermittlung von Privatfahrern untersagt, lizenzierte Limousinen oder Taxis – die Uber auch vermittelt – waren davon nicht betroffen. (mho)