Foxconn will weiter in Tschechien investieren
Der taiwanische Auftragsfertiger Foxconn will seine Präsenz in der Tschechischen Republik ausbauen. Die tschechische Regierung verspricht sich davon wertvolle Impulse für die Wirtschaft.
Foxconn in Pardubice
(Bild: foxconn.cz)
Der taiwanische Auftragsfertiger Foxconn plant seine Aktivitäten in Tschechien auszuweiten. Die neuen Investitionen gehen in die Milliarden, heißt es in einer Mitteilung des tschechischen Industrie- und Handelsministeriums. Die Regierung des Landes und Foxconn wollen dafür demnächst eine Kooperationsvereinbarung schließen.
Standorte ausbauen
Foxconn plane, in die bestehenden Standorte Pardubice und Kutná Hora zu investieren und eine voll automatisierte Produktion unter dem Schlagwort Industrie 4.0 zu entwickeln, heißt es in der Mitteilung. Außerdem wollen die Taiwander ein Forschungs- und Entwicklungszentrum einrichten, das das einzige seiner Art in Europa werden soll. Zudem will Foxconn daran arbeiten, die in Tschechien gefertigten Produkte besser nach Asien exportieren zu können.
Export stärken
Die Projekte versprechen laut Industrie- und Handelsminister Jan Mládek tausende Arbeitsplätze für hochqualifizierte Fachkräfte. Die Automatisierung und Digitalisierung sei die Zukunft der Industrie. Es entstünden nicht nur wertvolle Arbeitsplätze, auch werde Tschechiens Exportkraft gestärkt. Dies werde sich positiv auf die gesamte tschechische Wirtschaft auswirken.
Vor zwei Jahren berichtete die c't in "Das System Foxconn funktioniert auch in der EU " über die Arbeitsbedingungen im Foxconn-Werk in Pardubice, wo die Taiwaner seit 15 Jahren aktiv sind. Dort werde in Zwölf-Stundenschichten unter extremem Leistungsdruck gearbeitet. Alle arbeitsrechtlichen Vorschriften Tschechiens und der Europäischen Union würden eingehalten, sagte dem entgegen seinerzeit ein Sprecher des Unternehmens. (anw)