Startups an die Börse: Neuer Markt 2.0? Ach nee ...

Mehr Börsengänge bei jungen, deutschen Internet-Unternehmen fordern der Bundesverband Deutsche Startups und Teile der Politik. Während sich das Silicon Valley ganz selbstverständlich Geld an der Börse holt, ist die Option hierzulande kaum präsent.

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Neuer Markt 2.0? Das Ringen um ein Börsen-Segment für Startups

Titelbild des Abschlussberichts des Runden Tischs für mehr Startup-Börsengänge.

Lesezeit: 2 Min.
Von
  • Stefan Mey

Ein Börsengang liefert Eigenmittel für eine weitere Expansion und fungiert als Exit-Kanal für Investoren. Das heißt, sogenannte Business Angels und Risikokapitalgeber investieren besonders gerne, wenn ihnen ein möglicher Börsengang in Aussicht gestellt wird, der ihr Investment vergolden könnte. Doch den wagen Startups in Deutschland bislang nur selten.

Eine Art Neuer Markt 2.0 soll deswegen her, ein eigenes Startup-Segment auf dem Börsenparkett. Dafür setzt sich neben dem Startup-Verband auch Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel ein. Die Deutsche Börse hat dem Plan aber vorerst eine Absage erteilt. Die Verantwortlichen halten den deutschen Kapitalmarkt noch nicht für reif genug.

Jan Thiel vom Kunst-Versteigerer Auctionata fände ein eigenes Börsen-Segment für Startup gut. Die Fehler des Neuen Marktes sollten aber unbedingt vermieden werden: "Das heißt konkret, es muss klare und sehr strenge Regeln geben, die nur Unternehmen mit einem nachhaltigen Geschäftsmodell als Teilnehmer zulassen." Der Seriengründer Sven Rittau hält ein eigenes Segment für überflüssig, da die bestehenden Strukturen schon ausreichen.

Ein hochrangig besetzter Runder Tisch unter Leitung von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel hat in den vergangenen Wochen Ideen entwickelt, wie mehr Börsengänge zu erreichen sind. Gefordert wird etwa eine "Taskforce IPO". Mittelfristig soll es 15 bis 20 erfolgreiche Börsengänge deutscher Startups pro Jahr geben.

Was fĂĽr und was gegen eine Neuauflage des Neuen Marktes spricht, erfahren Sie im Hintergrundartikel bei c't:

(mho)