Zielgerade der UMTS-Auktion - Mindestinkrement sinkt auf zwei Prozent
Nach der 168. Runde der UMTS-Auktion am heutigen Vormittag lagen die Höchstgebote bei 98,15 Milliarden Mark.
Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post hat bei der Auktion der UMTS-Mobilfunklizenzen in Mainz das Mindestgebot auf zwei Prozent abgesenkt, erklärte der Präsident der Behörde, Klaus-Dieter Scheurle, am Donnerstag Vormittag. Die Bieter mussten zuletzt die jeweiligen Höchstgebote für eines von insgesamt zwölf Frequenzpakten um jeweils fünf Prozent übertreffen. "Wir befinden uns jetzt auf der Zielgeraden", begründete Scheurle den Schritt. Wie lang diese sei, wisse er aber nicht.
Nach der 168. Runde am heutigen Vormittag lagen die Höchstgebote bei 98,15 Milliarden Mark. Die Lizenzsumme (Höchstgebote für eine gültige Kombination aus mindestens zwei und höchstens drei Frequenzpaketen) betrug 89,84 Milliarden Mark. Offensichtlich versuchen T-Mobil und Mannesmann Mobilfunk weiterhin, jeweils drei Frequenzpakete zu ergatten. Beobachter sprachen nach dem gestrigen Auktionstag schon davon, Mannesmann habe signalisiert, sich auch mit zwei Paketen zufrieden zu geben – T-Mobil sei darauf aber nicht eingestiegen. Würde jeder der verbliebenen sechs Mitbieter sich mit zwei Frequenzpaketen begnügen, könnten alle noch beteiligten Firmen mit einer UMTS-Lizenz nach Hause gehen. Will eine Firma aber doch eine große Lizenz, muss mindestens noch ein Mitbieter ausscheiden.
Nach der 168. Runde lag Mannesmann mit 24,33 Milliarden Mark für eine große Lizenz aus drei Frequenzpaketen an der Spitze des Bieterfelds. T-Mobil (16,44 Milliarden Mark), E-Plus (16,41 Milliarden Mark), Mobilcom (16,37 Milliarden Mark) und 3G 16,28 Milliarden Mark gaben jeweilis für zwei Frequenzpakete die Höchstgebote ab. Viag Interkom, gerade erst auf Grund der geplanten Übernahme durch British Telecom in die Schlagzeilen geraten, wäre nach dieser Runde ohne UMTS-Lizenz geblieben: Der Konzern lag mit 8,31 Milliarden Mark nur bei einem Frequenzpaket vorne. (jk)