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IFA 2015: Toshiba bringt neue SSDs und Festplatten

Als einziger Festplattenhersteller hat Toshiba auch SSDs mit Flash-Speicher aus eigener Produktion im Programm. Zur IFA bringt Toshiba neue Modelle aus beiden Bereichen.

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SSD Toshiba
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Zwei neue SSDs und gleich fünf neue Festplatten bringt Toshiba zur IFA mit. Die SATA-SSDs stammen aus der Q300-Serie. Das Modell Q300 sieht Toshiba als günstigen Ersatz für eine konventionelle Festplatte: Sie arbeitet mit 19-nm-Flash in TLC-Bauweise, speichert also drei Bit pro Zelle, und arbeitet mit dem Toshiba-Controller Alishan. Einen Teil des Speichers schaltet Toshiba in den SLC-Modus, dies soll Schreibvorgänge beschleunigen. Die Größe des SLC-Caches legt der Controller dynamisch fest. Die Q300 ist mit Kapazitäten von 120, 240, 480 und 960 GByte sowie dreijähriger Garantie erhältlich, das kleinste Modell soll 79 Euro kosten.

Die Profi-Version Q300 Pro arbeitet ebenfalls mit Toshiba-NAND, dieses aber speichert nur zwei Bit pro Zelle und soll damit eine höhere Lebensdauer haben; als Controller kommt der TC358790 zum Einsatz, den Toshiba bereits in früheren Pro-Versionen seiner SSDs eingesetzt hatte. Die Q300 Pro richtet sich laut Toshiba eher an professionelle Anwender und Gamer. Sie soll beim Lesen sequenzieller Daten bis zu 550 MByte/s errreichen, beim Schreiben 520. Die Leistung bei der Arbeit mit zufälligen Daten gibt Toshiba mit 92.000 IOPS beim Lesen und 63.000 beim Schreiben an. Die Q300 Pro arbeitet ebenfalls mit einem dynamischen SLC-Cache und soll in Kapazitäten von 128, 256 und 512 GByte erhältlich sein. Für das kleinste Modell ruft Toshiba 119 Euro auf; die Garantie der Pro-Serie läuft fünf Jahre.

Die Auswahl bei den neuen Festplattenmodellen ist größer. Drei Desktop-Festplatten und zwei Laufwerke für Notebooks sind dabei, alle mit SATA-Schnittstelle. Das Spitzenmodell bei den 3,5-Zoll-Modellen ist die X300. Sie dreht mit 7200 min-1, hat einen Cache von 128 MByte und soll mit Kapazitäten von 4, 5 und 6 TByte erhältlich sein. Kleinere Kapazitätsanforderungen bedient die P300, die mit 500 GByte sowie 1, 2 und 3 TByte erhältlich ist. Sie dreht ebenfalls mit 7200 min-1, hat aber nur 64 MByte Cache-Speicher.

Besonders energiesparend soll die E300 sein, rund 25 Prozent weniger Energie soll sie im Vergleich zu schneller drehenden Festplatten aufnehmen. Die E300 ist mit 2 und 3 TByte erhältlich, die Umdrehungsgeschwindigkeit liegt bei 5700 min-1 beim 2-TByte-Modell, das 3-TByte-Modell dreht mit 5940 min-1 etwas schneller. Die Festplatten sollen ab sofort erhältlich sein, die jeweils kleinsten Modelle kosten 229 Euro (X300), 59 Euro (P300) und 99 Euro (E300).

Im 2,5-Zoll-Bereich stellt Toshia eine neue SSHD (Solid State Hybrid Drive) vor, das mit 500 GByte und 1 TByte erhältlich ist. Über die Größe des SSD-Teils der H200 schweigt sich Toshiba aus, doch selbst bei einer Kapazität von nur 8 GByte beschleunigt eine SSHD den Start von Windows und häufig genutzen Anwendungen auf SSD-Niveau, wie wir im Test von 1-TByte-Festplatten in c't 19 bereits feststellen konnten. Weiterhin stellt Toshiba noch das 2,5-Zoll-Modell L200 vor, das mit den gleichen Kapazitäten, aber ohne SSD-Cache kommt. Die 500-GByte-Modelle kosten 69 Euro (H200) beziehungsweise 59 Euro (L200) und sollen ab sofort verfügbar sein. (ll)