Schweiz: Telecom Sunrise baut fast jede zehnte Stelle ab
Das Schweizer Telecomunternehmen Sunrise legt Geschäftseinheiten zusammen. Fast jeder zehnte Mitarbeitende verliert dabei den Job.
(Bild: Sunrise)
Sunrise, größter privater Telecomanbieter im Schweizer Markt, will sparen und fast jedem zehnten Mitarbeiter kündigen. Die jetzige Belegschaft mit 1890 Vollzeitstellen werde um 175 Mitarbeiter (165 Vollzeitstellen) reduziert, gibt das Unternehmen bekannt.
Um sich am Markt behaupten zu können hat das Unternehmen nach eigenen Angaben schon im vergangenen Winter angefangen, Produkte und Prozesse zu straffen und zu vereinfachen. Um effizienter zu werden und um Doppelspurigkeiten zu vermeiden, wolle Sunrise nun die Einheiten Privat- und Geschäftskunden zusammenlegen.
22 Millionen Franken Einsparungen
Sunrise habe Gespräche mit der Arbeitnehmervertretung und der Gewerkschaft Syndicom geführt. Für die Betroffenen gebe es einen fairen Sozialplan. Nicht betroffen seien die Mitarbeiter im Kundenservice und die Verkaufsberater in den Sunrise-Shops.
Die Sparpläne sollen bis zum Ende des dritten Quartals 2015 umgesetzt werden und verursachen bis Ende 2015 voraussichtlich einmalige Kosten von 21 Millionen Schweizer Franken (19,32 Millionen Euro). Sunrise erhofft sich mit der Umstrukturierung jährliche Einsparungen von 22 Millionen Franken (20,25 Millionen Euro).
Sunrise, das Anfang dieses Jahres an die Börse ging, gehört dem luxemburgischen Finanzunternehmen CVC Capital Partners, eines der zehn größten Private-Equity-Unternehmen weltweit. Sunrise hält derweil an der Prognose fest, für 2015 eine Dividende von mindestens 3 Franken pro Aktie oder total 135 Millionen zu entrichten. (anw)