Ohne Salat: SATA-Stecker spart Stromkabel ein
Innodisk spendiert seinen Flash-Disk-on-Modules einen logischen achten SATA-PIN zur Energieversorgung und spart damit das Stromkabel fĂĽr die Mini-Speichermodule ein.
Mit einer proprietären Erweiterung des SATA-Steckers will sich Innodisk der separaten Stromkabel an seinen SATA-DOMs entledigen. Dahinter verbergen sich Flash-Medien im DOM-Format (Disk-on-Module), also miniaturisierte Steckmodule für den SATA-Port. Der auf Halbleiterspeicher für Embedded- und Serversysteme spezialisierte Hersteller aus Taiwan hat nun eine Technik namens "Pin 8 Vcc" entwickelt, die den seitlichen Kontakt des SATA-Steckers quasi als PIN 8 für die Energieversorgung nutzt. Die ersten Modellreihen mit der neuen Technik sollen die Serien ServerDOM und SATADOM sein.
(Bild:Â Innodisk)
Bisherige Anläufe unter anderem auch von Innodisk und Adata zur Einsparung des Stromkabels nutzen den unbelegten SATA-PIN 7, üblich sind bei SATA-DOMs aber noch die zusätzlichen Stromkabel. Ihr Nachteil liegt vor allem darin, dass sie die Luftführung behindern. Vor allem bei den häufig mit kleinen Gehäusen gebauten Embedded-Systemen und bei Servern, die durch ihre hohe Stromaufnahme eine immense Wärmemenge produzieren, gehört die Wärmeabfuhr zu den wichtigsten Designkriterien.
(Bild:Â Innodisk)
Als erste Produkte mit "Pin 8 Vcc" nannte Innodisk SATADOM-Modelle in unterschiedlichen Formfaktoren für das vertikale und horizontale Platzieren auf dem SATA-Port sowie unterschiedlichen Speicherbausteinen, darunter SLCs, MLCs und die eigenen, ebenfalls proprietären iSLCs. Eine erste MLC-Version mit "Pin 8 Vcc" ohne DRAM-Cache ist ebenfalls geplant. Solche Modelle sind für Umgebungen gedacht, in denen mangels USV (Unterbrechungsfreie Stromversorgung) oder anderer äußerer Faktoren mit Stromausfällen zu rechnen und dadurch die Datenintegrität gefährdet ist. Welche Voraussetzung die neue Art der Stromführung an die Mainboards stellt und welche diese bereits erfüllen, ist derzeit nicht bekannt. (sun)