Bulmahn: Forschungsförderung mit "klaren Prioritäten"

Bundesforschungsminsterin Edelgard Bulmahn (SPD) hat am Freitag in Berlin eine zufriedene Bilanz ihrer bisherigen zweijährigen Amtszeit gezogen.

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Von
  • Wolfgang Stieler

Bundesforschungsminsterin Edelgard Bulmahn (SPD) hat am Freitag in Berlin eine zufriedene Bilanz ihrer bisherigen zweijährigen Amtszeit gezogen. Wie schon anlässlich der Vorlage des Forschunsgberichtes 2000 betonte die Ministerin, dass nach Jahren der Stagnation unter der CDU-geführten Vorgängerregierung erstmals wieder stärker in Bildung und Forschung als Zukunftsaufgabe investiert werde. Seit 1998 sei der Etat ihres Hauses um 12,4 Prozent gestiegen und werde im nächsten Jahr knapp 16 Milliarden Mark betragen.

"In Wissenschaft und Forschung gilt es, Kompetenzen in den zukunftsträchtigen Bereichen zu bündeln und diejenigen am stärksten zu fördern, die das am besten leisten", erklärte Bulmahn. Sie verteidigte erneut die umstrittene Fusion zwischen Fraunhofer Gesellschaft und GMD: "Mit der Fusion des GMD-Forschungszentrums für Informationstechnik und der Fraunhofer Gesellschaft entsteht nicht nur die größte IT-Forschungseinrichtung in Europa", heißt es in der Halbzeitbilanz, "sondern wir haben damit der Entwicklung sehr schneller Innovationen und dem engen Zusammenspiel von Grundlagen- und angewandter Forschung Rechnung getragen."

Die Forschungsförderung sei komplett umgestellt "weg vom Gießkannenprinzip, hin zu klaren Prioritäten": Die Biotechnologie sei deutlich gestärkt worden, die Förderung habe einen Umfang von einer Milliarde Mark erreicht. Einen "Aufbruch" habe es seit dem Regierungswechsel auch in der IT-Branche und in Sachen Internet gegeben. Mittlerweile seien mehr als die Hälfte aller Schulen am Netz, bis Ende 2001 solle der Rest folgen. Auch habe die Bundesregierung 14 Millionen Mark bereitgestellt, um bis Ende dieses Jahres in der Hälfte aller Büchereien Medienplätze entstehen zu lassen. Zur Förderung der Informations- und Kommunikationstechnologien seien in diesem Jahr insgesamt 1,2 Milliarden Mark zur Verfügung gestellt worden.

Bulmahn betonte auch, das am 1. August gestartete Green Card-Programm zur Anwerbung dringend benötigter Computerspezialisten sei erfolgreich. Bis jetzt seien bereits über 3000 Arbeitserlaubnisse zugesichert worden, wobei mit jeder Spitzenkraft vier bis fünf zusätzliche Arbeitsplätze in diesem Bereich entstünden. (wst)