Gesundheitsministerin für Apotheken in Netz
Bundesgesundheitsministerin Andrea Fischer forderte, die Apotheker sollten sich selbst in den umstrittenen Medikamentenhandel im Internet einschalten.
Mitte Juli bereits sprach sich Bundesgesundheitsministerin Andrea Fischer dafür aus, den Vertrieb von Arzneimitteln im Internet auszubauen. Nun erklärte sie, die Apotheker selbst sollten sich in den umstrittenen Medikamentenhandel im Internet einschalten. Offenbar will sie darüber erreichen, dass den Kritikern des Arzneihandels im Netz der Wind aus den Segeln genommen wird.
Fischer wies laut dpa beim Parteitag der baden-württembergischen Grünen am gestrigen Freitagabend in Schwäbisch Gmünd auf die großen Gefahren hin, die mit dem Arzneimittelhandel im weltweiten Netz verbunden sind. Da es aber unmöglich sei, diese Form des Vertriebs von Medikamenten zu untersagen, sollten die Apotheken ihre Kompetenz einbringen, um hier für Beratung und größere Sicherheit zu sorgen. "Damit könnte man den vielen Scharlatanen den Wind aus den Segeln nehmen", sagte Fischer. Sie habe auch schon begonnen, entsprechende Vereinbarungen mit den Apothekern zu treffen. Ziel müsse es sein, den Bedarf von Patienten nach zuverlässiger Information über Medikamente und nach der Gewährleistung von Qualität auch beim elektronischen Handel zu erfüllen. (jk)