Medien unterwegs

Fotos, Videos und Musik spielt heutzutage fast jedes Handy ab. Dennoch werben Hersteller mit ihren kom-pakten AV-Playern weiterhin um einen Platz in der Tasche des Kunden.

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Reine MP3-Spieler sind inzwischen zum mehr oder weniger schicken Design-Accessoire geworden, das man wie Modeschmuck um den Hals oder am Hosenbund trägt. Creative Labs feiert mit seinem Mini-Player Stone derzeit Erfolge: Der Kunststoff-Kiesel in knalligen Farben kommt bei den Kunden gut an. Auf ein Display muss man - wie beim Konkurrenten iPod shuffle - allerdings verzichten.

Besonders die günstigen Kleinst-Player sind aus dem Straßenbild nicht mehr wegzudenken, wobei die Jugend immer häufiger das Handy als Mini-Ghettoblaster zum Einsatz bringt.

Um sich aus der Masse x-beliebiger Musikspieler abzuheben, lassen sich die Hersteller so einiges einfallen. In einer Kooperation mit Napster verkauft Maxfield etwa seinen MAX-Tiburon Medio gleich mit dem passenden musikalischen Inhalt: Wer den schicken 4-GByte-Player im kratzfesten Magnesiumgehäuse kauft, erhält zur Markteinführung bei Napster sechs Monate kostenlos Zugriff auf vier Millionen Songs. Der MAX-Tiburon spielt alle gängigen Formate wie MP3, WMA oder Ogg Vorbis. Er unterstützt DRM 10 und kann außer der Mietmusik von Napster auch gekaufte Titel von Musicload & Co abspielen.

Neben den kleinen Audiospielern liegen Player im Trend, die zugleich auch Videos und Digitalbilder auf ihrem Display anzeigen. Ein Vorreiter in dieser Gattung ist der französische Hersteller Archos, der seine Geräte inzwischen per WiFi netzwerkfähig gemacht hat. Der PMP 605 WiFi besitzt ein 4,3"-Touch-Display mit einer Auflösung von 800 x 480 Bildpunkten sowie eine Festplatte mit bis zu 160 GByte. Er spielt Videos im MPEG4- oder WMV-Format ab und zeichnet über die optionale Dockingstation analoge Videosignale als MPEG4-Datei auf. Per WiFi-Verbindung (802.11g) und Opera-Browser gelangt man ins Internet. Die neue Generation versteht sich sowohl auf die Anzeige von PDF-Dokumenten als auch auf die Wiedergabe von Flash-Animationen beziehungsweise -Videos. Über das neue Archos Content Portal lassen sich Filme, TV-Programme und Songs gegen Gebühr direkt ohne PC auf den Player laden.

Cowon setzt beim Q5-Festplatten-Player ebenfalls auf drahtlose Technik. Im Innern werkelt ein AMD-Alchemy-AU1200-Prozessor mit 500 MHz. Als Betriebssystem kommt Windows CE 5.0 Professional zum Einsatz, womit er sich via WiFi oder Bluetooth zum Surfen im Internet eignet. Dabei liefert das 5"-LC-Touch-Display mit 800 x 480 genügend Auflösung, die meisten Seiten befriedigend darzustellen. Bei den unterstützten Video- und Audioformaten dürften kaum Wünsche offen bleiben: Neben DivX, MPEG4, WMV, OGM und VOB spielt er MP3, WMA, OGG und WAV und unterstützt dabei DRM 10 und DivX DRM.

Der etwas kleinere Cowon-A3-Festplatten-Player bietet neben Audio-, Video- und Fotowiedergabe MPEG4-Aufnahmen von externen Quellen an. Als Zubehör ist zu dem Gerät ein separater DVB-T-Tuner erhältlich, mit dem sich unterwegs sogar TV-Aufnahmen durchführen lassen.

Auch der bisher wenig in Erscheinung getretene Hersteller Venzero will auf der IFA einen AV-Player mit WLAN präsentieren. Zudem will das Unternehmen mit Sitz in München seinen Audio-Porti Namens FREQ präsentieren, der von Haus aus mit integriertem UKW-Funksender ausgestattet ist. Das sonst nötige Kabelgewirr für die Einspeisung im Auto entfällt damit.

Apple, der wie kein anderer Hersteller mit seinem iPod die Mediaplayer-Szene geprägt hat, ist zwar selbst auf der IFA nicht vertreten, aber trotzdem allgegenwärtig. Es gibt kaum einen Anbieter von Zubehör für portable Geräte, der am iPod vorbeikommt. Creative etwa pflegt als einer der führenden Anbieter von Multimedia-Playern eine spezielle Produktlinie „Made for iPod“ mit Lautsprechern und Kopfhörern. Sogar HiFi-Purist Denon bietet ein eigenes Steuerungsdock für Apple iPod an, um den Porti an den heimischen AV-Receiver zu binden und per IR-Fernbedienung fernzusteuern. Das Receiver-Display zeigt dann die iPod-Inhalte.

Passend nicht nur zum iPod bieten einige Hersteller spezielle Kopfhörer für unterwegs an. Dabei steht wie bei den Playern inzwischen mehr das Design im Mittelpunkt. Philips kooperiert gar mit dem Schmuckdesigner Swarowski und verziert seine Active-Crystal-Serie mit geschliffenen Kristallen. Sennheiser setzt bei seiner Sport-, Street- und Style-Line eher auf funktionelles Design. Shure stellt auf der IFA seine neue ixc-Serie mit dem sogenannten Sound Isolating Design vor, das Umweltgeräusche dämpfen soll, um den Soundgenuss zu stärken.

Archos Halle 17, Stand 205
Cowon Halle 17, Stand 110
Creative Halle 17, Stand 206
Denon Halle 1.2, Stand 102
Maxfield Halle 14.1, Stand 101
Philips Halle 22, Stand 101
Sennheiser Halle 3.2, Stand 107
Shure Halle 11.1, Stand 122
Venzero Halle 17, Stand 112
(sha)