Brutto/netto
Bei c't-Artikeln über WLAN ist häufig die Rede von einer Bruttodatenrate. Was hat es damit auf sich?
Bei c't-Artikeln über WLAN ist häufig die Rede von einer Bruttodatenrate. Was hat es damit auf sich?
WLAN-Geräte werden meist mit der maximalen Datenrate beschrieben, die sie auf dem Funkkanal einsetzen. Beispielsweise funkt ein Gerät nach dem IEEE-Standard 802.11g mit bis zu 54 MBit/s, schaltet aber bei schlechter werdenden Funkbedingungen - etwa bei zunehmender Entfernung zur Gegenstelle - in mehreren Stufen bis auf 1 MBit/s herunter, um die Verbindung zu halten. Von dieser Bruttodatenrate bleibt auf Anwendungsebene deutlich weniger übrig, weil das WLAN-Protokoll auf kollisionsarme Übertragung hin optimiert ist. Der Funkkanal muss nämlich neben den Nutzdaten auch Kontrollinformationen für den Medienzugriff oder die Paketbestätigungen übertragen. Typischerweise werden so aus den 54 MBit/s brutto bei guter Funkverbindung etwa 25 MBit/s netto. (ea)