Vodafone will Einheitstarif für Mobilfunkgespräche in Europa
Der britische Telekommunikationskonzern Vodafone will innerhalb des nächsten halben Jahres einen flächendeckenden Einheitstarif für Mobilfunkgespräche in Europa einführen.
Der britische Telekommunikationskonzern Vodafone will innerhalb des nächsten halben Jahres einen flächendeckenden Einheitstarif für Mobilfunkgespräche in Europa einführen. Wie Julian Horn-Smith, der als Vodafone-Europachef auch die deutsche Tochter Mannesmann leitet, im Interview mit dem Hamburger manager magazin sagte, soll dieser Tarif den Kunden "deutliche Ersparnisse bringen". Sicher dürfte sein, dass ein europaweit operierendes Unternehmen wie Vodaphone durch einheitliche Tarife einen geringeren Verwaltungsaufwand bei der Gebührenabrechnung hat und dadurch vor allem selbst Geld sparen kann.
Zur Zukunft des Traditionsnamens Mannesmann wollte sich Horn-Smith nicht eindeutig äußern. "Das ist eine sehr emotionale Frage. Der Name Mannesmann steht für eine großartige Firma. Wir werden diese Angelegenheit mit sehr viel Feingefühl behandeln." Erhalten wolle Vodafone auf jeden Fall bekannte nationale Dachmarken wie D2 in Deutschland oder Omnitel in Italien.
Da Deutschland der am schnellsten wachsende Mobilfunkmarkt in Europa sei, werde Düsseldorf neben dem britischen Newbury die zweite Europazentrale des Konzerns bleiben. Über die Zukunft der Festnetzgesellschaft Arcor habe die Konzernführung noch nicht entschieden. Zur Diskussion stehe ein Teilbörsengang, wofür die Deutsche Bank wie auch die Deutsche Bahn, die zusammen 26 Prozent an Arcor halten, ihr Interesse signalisiert hätten. Auch der Verkauf sei nicht völlig ausgeschlossen. (axv)