Japanische Halbleiterfirmen bauen Fertigungskapazität aus

Während die Aktien der Halbleiterhersteller nicht aus dem Tal kommen, kündigen die japanischen Firmen NEC und Mitsubishi Electric neue Investitionen in ihre Halbleitersparten an.

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Während die Aktien der Halbleiterhersteller nicht aus dem Tal kommen, kündigen die japanischen Firmen NEC und Mitsubishi Electric neue Investitionen in ihre Halbleitersparten an.

Nach einem Bericht des Online-Dienstes News.com will NEC den Bereich Hochfrequenzhalbleiter und Fiber-Optische Chips in eine separate Firma ausgliedern, die im Oktober mit einem Starkapital von rund 103 Millionen US-Dollar starten soll. Mitsubishi Electric will gemeinsam mit Matsushita Electric, der die Marke Panasonic gehört, etwa 1,7 Milliarden US-Dollar in ein neues Werk für spezielle Digitalschaltungen im Westen Japans investieren.

Die japanischen Firmen demonstrieren damit, wie ĂĽbrigens auch die meisten anderen Halbleiterhersteller, ungebrochenes Vertrauen auf weiter wachsende Absatzzahlen. Allerdings erwarten Branchenbeobachter, dass nur spezielle Chips, etwa fĂĽr drahtlose- oder digitale Hochgeschwindigkeitskommunikation, weiter einen echten Boom erleben. Bei Standardbauelementen wie Speicherchips zeigt der Preistrend weiter nach unten.

Das könnte mancher Halbleiterfirma zum Verhängnis werden. Speziell die südkoreanische Hyundai gilt als Risikokandidat. Nach der Fusion mit LG Semicon in Folge der "Asienkrise" vor rund eineinhalb Jahren kommt Hyundai aus der Schuldenfalle nicht heraus. Die Spekulationen schießen derzeit ins Kraut, als heißer Kandidat für eine Investition in Hyundai wird der Speichergigant Samsung gehandelt. Samsung ist laut Dataquest schon jetzt der nach Umsatz viertgrößte Chiphersteller der Welt, mit knappem Abstand hinter NEC und Toshiba. (ciw)