Zusätzliche Festplatte im Power Mac 4400
Apples jüngstes Modell sieht leider kein weiteres Laufwerk im Gehäuse vor, obwohl unter dem CD-ROM-Drive ausreichend Platz dafür wäre. Da der IDE-Controller in der Apple-Spezifikation keinen Master/Slave-Betrieb, sondern nur genau eine IDE-Festplatte und ein ATAPI-CD-ROM-Laufwerk zuläßt, kann man weitere Geräte per default lediglich am externen SCSI-Anschluß betreiben.
Apples jüngstes Modell sieht leider kein weiteres Laufwerk im Gehäuse vor, obwohl unter dem CD-ROM-Drive ausreichend Platz dafür wäre. Da der IDE-Controller in der Apple-Spezifikation keinen Master/Slave-Betrieb, sondern nur genau eine IDE-Festplatte und ein ATAPI-CD-ROM-Laufwerk zuläßt, kann man weitere Geräte per default lediglich am externen SCSI-Anschluß betreiben. Externe Geräte sind durch zusätzliches Gehäuse und Netzteil aber immer etwas teurer als interne Lösungen und verbrauchen zusätzlichen Platz.
Indem man das SCSI-Kabel im Rechnergehäuse modifiziert beziehungsweise durch ein neues ersetzt, läßt sich eine SCSI-Festplatte aber auch intern anschließen. Bauen Sie zunächst das Netzteil aus. Dieses sitzt auch nach dem Lösen der vier Schrauben noch fest; Sie müssen schon fast Gewalt anwenden, um es von hinten in Richtung Rechnerinnereien wegzuschieben. Ziehen Sie das 50polige SCSI-Flachbandkabel aus dem Steckverbinder vom Motherboard ab und lösen Sie die Schrauben am externen 25poligen SCSI-Stecker (weiblich), um auch diesen zu entfernen. Besorgen oder basteln Sie sich ein 50poliges SCSI-Kabel, das am einen Ende einen normalen SCSI-Pfostenstecker, etwa 20 cm entfernt einen weiteren und am anderen Ende, nach etwa 20 bis 25 cm einen 50poligen Centronics-Stecker (weiblich) aufweist. Fädeln Sie das Kabel mit den Pfostensteckern voraus so durch die Gehäuseöffnung, daß die Centronics-`Buchse´ draußen bleibt. Das andere Ende schließen Sie auf dem Board, den mittleren Pfostenstecker an der neuen inte
Für die richtige Terminierung sorgen Sie am einfachsten dadurch, daß Sie die interne Platte unterminiert lassen und auf den äußeren Centronics-Stecker, der am Kabelende liegt, einen handelsüblichen SCSI-Terminator stecken. Diesen brauchen Sie nur dann abzuziehen, wenn Sie ein externes SCSI-Gerät anschließen, das Sie dann aber ebenfalls wieder terminieren müssen. Viele SCSI-Geräte (Scanner etc.) kommen ohnehin mit Centronics-Stecker, der Anschluß wird durch diese Bastellösung also nur einfacher. Wenn Sie externe SCSI-Geräte mit 25poligem DSub-Stecker besitzen, hängen Sie einfach ein normales Mac-SCSI-Kabel (von 50polig Centronics männlich auf 25polig DSub männlich) dazwischen.
Um zu vermeiden, daß der Mac von der SCSI-Platte statt wie bisher von der IDE-Platte bootet, dürfen sie die SCSI-ID der Platte nicht auf ID 0, sondern nur auf IDs zwischen 1 und 6 einstellen. Zum Partitionieren und Formatieren brauchen Sie ein Tool eines Drittanbieters (siehe `Inneneinrichtung´, Macintosh-Festplatten richtig konfigurieren, c't 1/97, S. 294). Über diese Methode kann man prinzipiell jedes SCSI-Laufwerk anschließen. Um allerdings bei Geräten wie Streamer, ZIP- oder CD-Drives die Medien wechseln zu können, müßte man ein entsprechendes Loch ins Rechnergehäuse sägen - nicht jedermanns Sache. (se)